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Windows Live® Suchergebnisse ChorEnzyklopädieartikel
Chor (griechisch choros: Tanzplatz), im antiken griechischen Drama war der Chor eine (von Musik begleitete) Gruppe von Sängern und Tänzern, die ins Geschehen eingriffen oder es kommentierten. Der Chor entstand aus dem Kult und begleitete ursprünglich rituelle Handlungen. Vielleicht entstand das Drama dadurch, dass der Chor in Dialog zu einer Außenfigur (dem Protagonisten) trat. In der römischen Tragödie bestand zwischen Handlung und Chor kein unmittelbarer Zusammenhang mehr. Im Barock- und Renaissancedrama wurde der Chor wieder aufgegriffen. In Christopher Marlowes Doctor Faustus tritt er in Prolog und Epilog in Erscheinung. Auch Friedrich von Schiller nutzt ihn in Die Braut von Messina. Im modernen Theater spielt der Chor nur mehr eine untergeordnete Rolle. Genutzt wurde er etwa in Eugene O’Neills Trauer muss Elektra tragen, in T. S. Eliots Mord im Dom, in Bertolt Brechts Antigone, in Jean Paul Sartres Die Fliegen und in Heiner Müllers Ödipus. Zum Chor in der Musik siehe Chormusik.
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