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Windows Live® Suchergebnisse Rubén DaríoEnzyklopädieartikel
Rubén Darío, eigentlich Félix Rubén García y Sarmiento (1867-1916), nicaraguanischer Schriftsteller, Journalist und Diplomat. Sein innovativer Stil übte großen Einfluss auf die Entwicklung der Lyrik innerhalb der spanischen bzw. lateinamerikanischen Literatur aus. Darío wurde am 18. Januar 1867 in Metapa (heute Ciudad Darío) geboren. Ausgedehnte Reisen führten ihn u. a. nach Chile, New York, Paris und Argentinien, wo er sich jeweils für längere Zeit aufhielt. Seit 1886 lebte er als freier Journalist vorwiegend in Chile und Argentinien. In Buenos Aires gründete Darío zusammen mit Gleichgesinnten die literarische Unabhängigkeitsbewegung des Modernismo, die sich durch klassisch reine Formen und traumhafte Metaphorik nach dem Vorbild der Romantik und des französischen Symbolismus (namentlich Stéphane Mallarmé auszeichnete; auch Einflüsse der Parnassiens werden deutlich. Daríos erster Gedichtband erschien 1888 unter dem Titel Azul. Die acht Jahre später vollendete Sammlung Prosas profanas y otros poemas (Profane Prosen und andere Gedichte) ist geprägt von einem virtuosen Ästhetizismus und einer reiche Bildlichkeit. Zwischen 1893 und 1898 war Darío kolumbianischer Konsul in Buenos Aires. Danach unternahm er als Journalist eine weitere Europareise; während dieser Zeit entstanden seine Gedichtbände Cantos de vida y esperanza (1905; Gesänge von Leben und Hoffnung) über die Zukunft der spanischen Kultur und El canto errante (1907; Irrender Gesang). Von 1908 bis 1910 lebte Darío als nicaraguanischer Botschafter in Madrid. Sein 1910 verfasstes Gedicht Poema del otoño gilt als sein rhythmisch-melodisches Meisterwerk. 1914 erkrankte Darío auf einer New Yorker Vortragsreise schwer und sah sich gezwungen, nach Nicaragua zurückzukehren. Hier starb er zwei Jahre später am 6. Februar 1916 in León. Heute gilt Darío als Erneuerer der spanischen und hispanoamerikanischen Lyrik und als einer der bedeutendsten spanischsprachigen Lyriker der Jahrhundertwende.
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