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Windows Live® Suchergebnisse TumorEnzyklopädieartikel
Tumor, im weitesten Sinne jede räumlich begrenzte anomale Größenzunahme eines Gewebes oder Organs. Wie sich bei medizinischen Untersuchungen auf mikroskopischer Ebene herausgestellt hat, kann eine solche Schwellung entweder durch Zellen entstehen, die aus einem anderen Körperbereich einwandern oder aber durch die Vermehrung von Zellen, die aus dem betroffenen Gewebe selbst stammen; nur in diesem zweiten Fall spricht man von einem Tumor. Tumoren können gutartig (benigne) oder bösartig (maligne) sein. Die Unterscheidung zwischen Gut- und Bösartigkeit ist allerdings nicht immer sinnvoll. Die wichtigste Eigenschaft, die einen Tumor bösartig macht, ist die Fähigkeit seiner Zellen, auch benachbartes oder weiter entferntes Gewebe zu besiedeln. Diese Ausbreitung auf entfernte Körperteile, Metastasierung genannt, ist ein typisches Kennzeichen von Krebs; sie verläuft in der Regel über Blut- oder Lymphgefäße. Aber auch manche so genannten gutartigen Tumoren können zum Tod führen, ohne Metastasen zu bilden. Die wichtigsten derartigen Tumoren sind die Gliome im Gehirn, die so groß werden können, dass sie stark auf benachbarte Gehirnteile drücken und schließlich die Atemfunktion lahm legen. In Gehirntumoren gibt es nach einem 2003 in Cancer Research erschienenen Bericht kanadischer Forscher so genannte Tumorstammzellen, die von normalen Stammzellen des Gehirns abstammen. Die hoch teilungsfähigen Tumorstammzellen steuern die Entwicklung des gesamten Tumors; es ist wichtig, dass sie bei therapeutischen Maßnahmen wie einer Strahlentherapie zerstört werden. Auch ein Lebertumor kann ohne Metastasen die lebenswichtigen Funktionen dieses Organs zunichtemachen. Manchmal heißt es, die Zellen bösartiger Tumoren verlören ihre charakteristische Funktion; dies trifft jedoch nicht immer zu: Blutzellen können Myelome bilden, Tumoren, deren Zellen weiterhin die Fähigkeit zur Herstellung von Antikörpern besitzen. Tumoren der Gebärmutter, die man Blasenmole nennt, sind gutartig, aber sie können die Vorläufer des bösartigen Chorionepithelioms sein. Beispiele für gutartige Tumoren sind Muttermale auf der Haut und Warzen.
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