Windows Live® Suchergebnisse
Windows Live® Suchergebnisse ParadiesvögelEnzyklopädieartikel
Paradiesvögel, Vogelfamilie, die insbesondere wegen des prachtvollen Gefieders der ausgewachsenen Männchen vieler Arten bekannt ist. Paradiesvögel kommen auf Neuguinea und den Nachbarinseln vor, vier Arten sind bis nach Ostaustralien verbreitet. Insgesamt sind rund 40 Arten bekannt, die Staren- bis Krähengröße erreichen. Die Weibchen und Jungvögel leben – vor ihren natürlichen Feinden durch die unauffällige Farbe ihres Gefieders geschützt – in kleinen Gruppen zusammen. Die auffälligen Männchen leben zumeist allein, zeigen jedoch hoch entwickeltes Balz- und anderes Sozialverhalten. Paradiesvögel sind Allesfresser; ihre Nahrung besteht überwiegend aus Früchten, Insekten, Schnecken und kleinen Reptilien. Das Weibchen legt ein bis zwei Eier. Paradiesvögel sind wahrscheinlich mit den Laubenvögeln eng verwandt. Aufgrund des großen Interesses am Gefieder der Männchen sind manche Arten durch den Menschen vom Aussterben bedroht. Der Göttervogel ist einschließlich des Schwanzes etwa 46 Zentimeter lang. Unter jedem Flügel ragt ein dichter, aufstellbarer, golden-orangefarbener Federbusch von etwa 60 Zentimetern Länge hervor, die mittleren Schwanzfedern gleichen langen, fadenartigen Borsten. Die ersten (toten) Exemplare der Art, die im 16. Jahrhundert nach Europa gebracht wurden, hatten keine Füße, was zu dem Irrglauben Anlass gab, die Vögel verbrächten ihr ganzes Leben im Flug. Im Jahr 1758 gab der schwedische Naturforscher Carl von Linné der Art den (nicht ernst gemeinten) Namen apoda: „ohne Füße”. Die meisten Paradiesvogelfedern, die früher zu Dekorationszwecken beliebt waren, stammen vom Kleinen Paradiesvogel. Zu den weiteren Arten gehört der 16 Zentimeter große Königsparadiesvogel, bei dem zwei Schwanzfedern sich am Ende spiralig einrollen und smaragdgrüne „Platten” bilden. Der Königsparadiesvogel bewohnt auf Neuguinea und benachbarten Inseln dichte Baumkronen. Der Fadenhopf erreicht eine Körperlänge von 34 Zentimetern, bei ihm enden zwölf seitliche Federn in nach hinten gebogenen „Fäden”. Er lebt in Küstenregionen Neuguineas. Systematische Einordnung: Paradiesvögel gehören zur Familie Paradisaeidae der Ordnung Passeriformes. Der Göttervogel trägt den wissenschaftlichen Namen Paradisaea apoda, der Kleine Paradiesvogel heißt wissenschaftlich Paradisaea minor, der Königsparadiesvogel Cicinnurus regius und der Fadenhopf Seleucidis melanoleuca.
© 1993-2008 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
© 2008 Microsoft
![]() ![]() |