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Sudeten

Enzyklopädieartikel

Sudeten, Gebirgsland in Mitteleuropa.

Die Sudeten erstrecken sich entlang der Nordgrenze der Tschechischen Republik von der Mährischen Pforte im Tal der Oder bis zur Elbe. Westlich der Elbe befindet sich das Erzgebirge. Die Länge des Gebirgszuges beträgt etwa 275 Kilometer. Der bekannteste Teil der Sudeten ist das Riesengebirge im Zentrum des Mittelgebirges. Hier liegt auch der höchste Gipfel, die 1 603 Meter hohe Schneekoppe (tschechisch Sněžka, polnisch Śnieżka), über die die Grenze zwischen der Tschechischen Republik und Polen verläuft. Die durchschnittliche Höhe beträgt etwa 1 200 Meter. Die Geologie der Sudeten ist vielgestaltig. Sie bestehen überwiegend aus Graniten und kristallinen Schiefern, in denen sowohl Sedimente als auch Ergussgesteine eingelagert sind. Eine Besonderheit sind die Kohleflöze aus dem Oberkarbon in den so genannten Mittelsudeten, die die Grundlage einer umfangreichen Industrie bilden. Weitere Bodenschätze sind Edelmetalle, die bereits im Mittelalter gefördert wurden. Aufgrund ihres Alters – die Sudeten entstanden im Verlauf der variskischen Gebirgsbildung – sind die Höhenlagen stark eingeebnet. Ausnahmen sind die durch Verwitterung herauspräparierten Härtlinge. Klimatisch zeichnen sie sich durch kühle Sommer und angesichts ihrer Höhenlage durch relative Trockenheit aus. Die maximale Niederschlagsmenge beträgt etwa 1 100 Millimeter. Nadelwälder, größtenteils aus Fichten bestehend, sind die vorherrschende Vegetation. Der Waldreichtum wird ebenfalls durch Papierindustrie und Glashütten industriell genutzt.

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