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Windpocken

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WindpockenvirusWindpockenvirus

Windpocken, auch Varizellen genannt; sehr ansteckende Viruserkrankung, die vorwiegend bei Kindern auftritt. Typische Symptome sind früh einsetzendes Fieber, ein Ausschlag mit Pusteln und Bläschen sowie eine mäßige Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens. Die Bezeichnung Windpocken spielt auf die schnelle Verbreitung der Krankheit an.

Die Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfektion oder durch Kontakt mit Speichel oder dem Bläschenausschlag. In den meisten Fällen beginnt das Fieber nach einer Latenzzeit von ungefähr 14 bis 17 Tagen; etwa 24 Stunden später wird der Ausschlag sichtbar. Dieser erscheint zunächst im Gesicht, auf der Kopfhaut oder auf den Schultern mit zahlreichen roten, weit verstreuten Pusteln, die sich nach und nach über den ganzen Körper ausbreiten. Stärkere Hautschäden treten nur selten auf, und zwar in der Regel im Gesicht, wo die betroffenen Stellen unter Umständen von anderen Erregern infiziert werden. Es wird empfohlen, vom Auftreten des Ausschlags an zehn Tage lang Kontakte mit anderen Personen zu meiden.

Bei Kindern, die ansonsten gesund sind, stellen Windpocken kaum eine ernste Gefahr dar. Lebensbedrohlich können sie jedoch bei Kindern werden, deren Immunsystem aus anderen Gründen defekt ist, z. B. weil sie an Leukämie leiden oder weil sie immunsuppressive (das Immunsystem unterdrückende) Medikamente wie Cortison oder Mittel gegen Krebs einnehmen. Erwachsene sind in der Regel immun gegen Windpocken, aber bei den wenigen, denen diese Immunität fehlt, kann die Krankheit einen schweren Verlauf nehmen.

Der Erreger der Windpocken ist das Varicella-Zoster-Virus, das auch den Herpes zoster verursacht: Diese Krankheit, umgangssprachlich Gürtelrose genannt, äußert sich in Form eines schmerzhaften Hautausschlags. Nach einer Windpockenerkrankung bleibt das Virus im Körper; es befindet sich latent (inaktiv) in den peripheren Nerven (siehe Neurologie). Jahre später kann das Virus wieder aktiv werden und sich auf andere Menschen übertragen, die sich so mit Windpocken anstecken. Die Ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut empfiehlt seit 2004, wegen der Möglichkeit eines schweren Verlaufs alle Kinder im Alter von 11 bis 23 Monaten mit abgeschwächten Varicella-Viren gegen Windpocken impfen zu lassen.

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