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Windows Live® Suchergebnisse Franz-Josef-LandEnzyklopädieartikel
Franz-Josef-Land (russisch Semlya Franza-Iossifa), Archipel im Nordwesten Russlands, östlich des norwegischen Svalbard-Archipels und nördlich des Archipels Nowaja Semlja im Nordpolarmeer. Die Inselgruppe ist vulkanischen Ursprungs und von eisbedeckten Basaltformationen überzogen, die bis zu 620 Meter hoch sind. Franz-Josef-Land umfasst rund 100 kleine Inseln, die durch Buchten, Fjorde und Straßen voneinander getrennt sind. Hauptinseln des Archipels sind Alexandraland, Graham-Bell-Insel, Wilczekland, Georgland (mit 2 900 Quadratkilometer die größte Insel), Rudolfinsel und Hookerinsel. Die Gesamtfläche beträgt 16 134 Quadratkilometer. Da das Eis die Landfläche fast vollständig bedeckt, ist die Vegetation auf Flechten, Moose und einige blühende Pflanzen beschränkt. Zu den heimischen Tierarten gehören Eisbär, Fuchs, Walross, Seehund und zahlreiche Seevogelarten. Insekten sind selten zu finden, es gibt nur sechs Arten auf den Inseln. Das Klima ist arktisch, die Temperaturen liegen zwischen -28,3 °C im Winter und 1,7 °C im Sommer. Häufig liegt dichter Nebel über den Inseln, und heftige Stürme peitschen über das Land. Wenn der Himmel jedoch klar ist, kann man das nördliche Polarlicht sehen. Im Jahr 1873 entdeckten Julius von Payer und Carl Weyprecht während einer österreichisch-ungarischen Expedition die Inseln und benannten sie nach dem damaligen österreichischen Kaiser Franz Joseph I. Zwischen 1880 und 1905 wurde Franz-Josef-Land von mehreren Expeditionen besucht, in deren Verlauf die Inselgruppe vollständig erforscht wurde. Die Sowjetunion annektierte Franz-Josef-Land 1926 und errichtete in den folgenden Jahren Observatorien.
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