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Windows Live® Suchergebnisse Nez PercéEnzyklopädieartikel
Nez Percé (französisch: durchstochene Nase), nordamerikanische Indianer der Sahaptin-Sprachfamilie. Die Nez Percé bewohnten früher ein ausgedehntes Gebiet im südöstlichen Washington, nordöstlichen Oregon und zentralen Idaho. Ihren Namen verdanken sie französischen Entdeckern, die damit auf die Stammessitte, Nasenringe zu tragen, anspielten. Sie selbst bezeichnen sich als Tsutpeli. Die Nez Percé lebten seit dem 18. Jahrhundert, als sie von den Schoschonen die Pferdezucht übernahmen, von Büffeljagd sowie traditionell von Fischfang und vom Gemüseanbau. Im Winter wohnten sie an Flussufern in Häusern aus Rinde, Matten und Fellen. Im Sommer lagerten sie im Gebirge und auf den großen Hochlandweiden. Zum Kunsthandwerk gehörten Webarbeiten sowie die Bemalung und Verzierung von Büffelfellen mit Stachelschweinborsten. Die wichtigste religiöse Zeremonie war ein Tanz zu Ehren des Schutzgeistes, ihrer höchsten Gottheit. Da die Nez Percé Interesse an der christlichen Religion bekundeten, wurde 1837 in Lapwai (US-Bundesstaat Idaho) eine protestantische Missionsstation gegründet. 1855 schlossen die Nez Percé einen Vertrag mit den USA, in dem sie den Großteil ihres Gebiets an die Regierung abtraten und dafür ein Reservat im Gebiet des Wallowa Valley in Oregon zugewiesen bekamen. Nach den ersten Goldfunden in der Region wurde der Stamm jedoch gezwungen, auf sämtliche Gebietsansprüche zu verzichten und in ein Reservat bei Lapwai zurückzukehren. Eine Lokalgruppe unter dem Häuptling Joseph weigerte sich, die Vereinbarung anzuerkennen, und besiegte 1877 die Bundestruppen, wurde aber letztlich geschlagen. Die Nez Percé wurden ins „Indian Territory” im heutigen Oklahoma zwangsumgesiedelt. Einigen Überlebenden gestattete man später die Rückkehr nach Idaho, wo die meisten von ihnen heute im Reservat der Nez Percé leben. Ihre heutige Mitgliederzahl wird auf etwa 1 500 geschätzt.
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