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Spanisch-Amerikanischer Krieg

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Die MaineDie Maine
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1

Einleitung

Spanisch-Amerikanischer Krieg, Krieg zwischen Spanien und den USA (1898), der zur Loslösung Kubas von Spanien führte. Der Krieg hatte seinen Ursprung im Unabhängigkeitskampf Kubas, der sich 1895 zu einem erneuten Aufstand entwickelte; denn Spanien hatte die Reformen, die den Kubanern 1878 am Ende des zehnjährigen Kubanisch-Spanischen Krieges zugesagt worden waren, nicht durchgeführt. Weitere Kriegsursachen waren jedoch auch wirtschaftliche Interessen und imperialistische Ambitionen der USA.

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Hintergründe des Eingreifens der USA

Aus humanitären und wirtschaftlichen Gründen löste der Krieg zwischen Spanien und Kuba heftige Reaktionen in den USA aus. Berichte über die brutale Behandlung von Kubanern durch spanisches Militär, die in der New York World und im New York Journal erschienen, waren in aller Munde. Auch die gewaltigen Sachschäden, die der Krieg verursacht hatte, riefen die Besorgnis der Amerikaner hervor: Viele amerikanische Investitionen in Kuba waren betroffen, und die USA brachen deshalb den Handel mit Kuba vorerst ab. Die Forderung der Öffentlichkeit nach einer Intervention zugunsten Kubas fand im amerikanischen Kongress Unterstützung. Sowohl Präsident Grover Cleveland als auch sein Nachfolger William McKinley (in seinem ersten Amtsjahr) lehnten jedoch ein Eingreifen strikt ab. 1897 unternahm der spanische Premierminister Práxedes Mateo Sagasta einen Versuch, den Konflikt beizulegen: Kuba sollte Teilautonomie erhalten, und die Gefangenenlager sollten abgeschafft werden. Die Rebellen setzten jedoch ihren Kampf für die völlige Unabhängigkeit Kubas fort.

Eine Reihe von Zwischenfällen führte letztlich doch zur Intervention der USA: So wurde im Dezember 1897 das amerikanische Schlachtschiff Maine in den Hafen von Habana (Kuba) geschickt, um Eigentum und Bürger der USA zu schützen. In der Nacht des 15. Februars 1898 sank die Maine aus ungeklärten Gründen im Hafen von Habana, wobei 260 Menschen ums Leben kamen. Anfänglich vermutete man Sabotage, aber eine 1969 durchgeführte Untersuchung konnte belegen, dass die Explosion des Schiffes auf einen defekten Dampfkessel zurückzuführen war. Am 20. April 1898 stimmte Präsident McKinley einer Resolution des Kongresses zu, die ultimativ den sofortigen Rückzug Spaniens aus Kuba forderte; am 24. April folgte die Kriegserklärung der spanischen Regierung. Weitere Resolutionen des Kongresses bestätigten die Unabhängigkeit Kubas und stellten klar, dass die USA nicht eingriffen, um ein Kolonialreich abzusichern.

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Kampfhandlungen

Zwei ungleiche Gegner standen sich in diesem Krieg gegenüber: Die Spanier kämpften gegen die überlegenen Amerikaner, ohne dass ihre Armee oder Marine darauf vorbereitet war. Am 1. Mai 1898 wurde die spanische Pazifikflotte in der Bucht von Manila (Philippinen) von der US-Marine unter Kommandant George Dewey angegriffen und vernichtet. Am 1. Juli überschritten amerikanische Truppen die äußeren Verteidigungslinien der Stadt Santiago de Cuba (Kuba), und am 3. Juli wurde ein von Admiral Pascual Cervera y Topete angeführtes spanisches Seegeschwader in Santiago de Cuba bei dem Versuch, die Hafenblockade der Amerikaner zu durchbrechen, zerstört; Santiago kapitulierte vor den US-Streitkräften unter General William Rufus Shafter. Eine weitere amerikanische Streitmacht unter dem Kommando von General Nelson Miles besetzte Puerto Rico. Am 18. Juli bat die Regierung Spaniens die USA schließlich um eine Beilegung des Konflikts.

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Ergebnisse des Krieges

Entsprechend dem Friedensvertrag, der am 10. Dezember 1898 in Paris unterzeichnet wurde, entließ Spanien Kuba und Puerto Rico in die Unabhängigkeit. Die zu den Ladrones (der heutigen Inselgruppe der Marianen) gehörende Insel Guam wurde an die USA abgetreten, die Philippinen für einen Betrag von 20 000 000 US-Dollar an die USA verkauft. Der Spanisch-Amerikanische Krieg machte die USA zu einer Weltmacht mit Überseekolonien und wachsendem Einfluss auf die europäische Politik. Die Spanier konzentrierten sich nach ihrer Niederlage bedeutend mehr auf ihre inneren Angelegenheiten als auf ihren Besitz in Übersee.

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