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Windows Live® Suchergebnisse PräkambriumEnzyklopädieartikel
Präkambrium, der geologisch früheste Zeitabschnitt. Das Präkambrium begann mit der Bildung der festen Erdkruste mit beweglichen Schollen (siehe Plattentektonik) vor mehr als vier Milliarden Jahren und dauerte bis zum Beginn des Kambriums vor 570 Millionen Jahren – etwa 90 Prozent der Erdgeschichte entfallen also auf das Präkambrium. Dieser Zeitabschnitt wird weiter unterteilt in das Archaikum, das vor 2,5 Milliarden Jahren endete, und das anschließende Proterozoikum. In den Urozeanen existierten die ersten aeroben Bakterien und Algen (siehe Cyanobakterien). Die Atmosphäre war im frühen Präkambrium noch sauerstofffrei. Erst durch den Stoffwechsel von Algen wurde freier Sauerstoff produziert. Dadurch bereiteten sie die Grundlage für die Evolution sauerstoffabhängiger Meereslebewesen. Aus dem Präkambrium stammen vor allem magmatische und metamorphe Gesteine sowie einige Sedimentgesteine. In diesen fanden sich Fossilien primitiver ein- und mehrzelliger Meereslebewesen wie Algen, Spuren von Bakterien und (in den jüngsten präkambrischen Schichten) der Ediacara-Fauna, einer Gruppe komplexer wirbelloser Meereslebewesen, die möglicherweise Überreste einer entwicklungsgeschichtlichen Sackgasse darstellen (siehe Paläontologie). Insgesamt sind präkambrische Sedimentite aber sehr arm an Fossilien. Die Altersbestimmung präkambrischer Gesteine ist daher auf radiometrische Methoden angewiesen. Die ältesten bisher entdeckten Gesteine der Erde sind 3,8 Milliarden Jahre alt. Es sind Bändereisenerze, die in Südgrönland gefunden wurden. Die Gesteine des Präkambriums sind reich an Eisen-, Gold-, Nickel- und Kupfererzen. Präkambrische Gesteine finden sich in allen Kontinenten. Sie bauen zumeist die so genannten Kratone auf, das sind Krustenteile, die seit dem Präkambrium kaum noch tektonisch verformt wurden, also gewissermaßen die geologischen Kerne der Kontinente bilden. Auf tektonische Beanspruchung reagieren diese Komplexe nur mit Bruchbildung, verfaltet werden sie nicht mehr. Dort wo diese geologischen „Kernzellen” die heutige Oberfläche bilden, spricht man von Schilden oder „Alten Schilden”, Beispiele sind der Finnisch-Skandinavische oder Baltische Schild und der Kanadische Schild. Schilde sind Hebungsbereiche, deren Zentrum am schnellsten gehoben wird, während der Hebungsbetrag zum Rand hin abnimmt. Diese Komplexe sind daher schildförmig aufgewölbt. Das Zentrum des Finnisch-Skandinavischen Schildes liegt im Bereich der nördlichen Ostsee, dort beträgt die Hebung gegenwärtig zehn Millimeter pro Jahr. Siehe Geologie; geologische Zeitrechnung
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