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Windows Live® Suchergebnisse ZölleEnzyklopädieartikel
Zölle, Gebühren oder Abgaben, die von einer Regierung auf Waren erhoben werden, die in das Land eingeführt oder aus dem Land ausgeführt werden. Nach der Art der Warenbewegung können sie unterschieden werden in Einfuhrzölle, Ausfuhrzölle und Durchfuhrzölle, wobei die beiden letzteren heute kaum noch von Bedeutung sind. Zölle sind heute fiskalische Maßnahmen, die im Wesentlichen aus wirtschaftspolitischen Gründen ergriffen werden und kaum noch als Einnahmequelle für den Staat dienen (Finanzzoll). Einfuhrzölle werden in erster Linie als Schutzzölle erhoben, um die einheimische Wirtschaft gegen ausländische Konkurrenten zu schützen, indem man die Verkaufspreise importierter Artikel erhöht. Dabei unterscheidet man zwischen Prohibitivzöllen, die durch ihre Höhe jeglichen Import von Waren verhindern sollen, Kampfzöllen, die Vergeltungsmassnahmen gegen ausländische Zölle sind, Erziehungszöllen zum Schutz der im Aufbau befindlichen inländischen Produktion, Erhaltungszöllen, die das Überleben einheimischer, ansonsten international nicht konkurrenzfähiger Wirtschaftszweige gewährleisten sollen und Antidumpingzöllen, die gegen die Industrien bestimmter Länder gerichtet sind, die aufgrund staatlicher Subventionen die Weltmarktpreise unterbieten. Unter den wettbewerbsfördernden Maßnahmen, die unter der Schirmherrschaft des Allgemeinen Zoll- und Handelsabkommens (GATT) und seiner Nachfolgerin, der Welthandelsorganisation (WTO), ergriffen wurden und werden, wird offiziell der Abbau von Zöllen zur Förderung des Freihandels als die wichtigste erachtet, obgleich nach wie vor Handelsbeschränkungen als Mittel internationaler Politik eingesetzt werden. Siehe auch Zolltarif; Zollunion; Deutscher Zollverein
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