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Windows Live® Suchergebnisse ÖlbaumgewächseEnzyklopädieartikel
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Ölbaumgewächse, eine 24 Gattungen mit rund 900 Arten umfassende Pflanzenfamilie, vor allem Bäume und Sträucher, zum Teil auch Kletterpflanzen. Die Ölbaumgewächse sind weltweit von den Tropen bis zu den gemäßigten Regionen verbreitet, viele haben gartenbauliche oder wirtschaftliche Bedeutung. Neben dem bereits im Altertum geschätzten Ölbaum (oder Olivenbaum) gehören Esche, Flieder, Liguster, Jasmin und Forsythie zu dieser Familie.
Fast alle Ölbaumgewächse sind kreuzgegenständig beblättert. Die Blätter sind einfach wie beim Flieder und der Forsythie oder zusammengesetzt (aus mehreren Teilblättern) wie bei der Esche. Der Bau der Blüten ist innerhalb der Familie trotz einiger Abweichungen ziemlich einheitlich. Typischerweise haben sie vier Kelchblätter, vier Kronblätter und zwei Staubgefäße, die innen an den Kronblättern sitzen. Der Fruchtknoten ist oberständig, steht also über den anderen Blütenteilen und ist nicht mit ihnen verwachsen. Die sehr verschiedenartigen Früchte enthalten in der Regel nur einen Samen. Dazu gehören etwa die Steinfrüchte des Echten Ölbaums (die Oliven) mit ihren harten, von Fruchtfleisch umgebenen Kernen, die im Reifezustand geschlossenen Flügelfrüchte der Esche und die trockenen Streufrüchte des Flieders, die aufspringen, wenn sie reif sind.
Die Gattung Ölbaum ist mit etwa 20 Arten weit verbreitet. Einige Arten liefern gutes Nutzholz, beispielsweise das Schwarze Ebenholz aus dem südlichen Afrika. Die wichtigste Art ist jedoch der Echte Ölbaum. Ursprünglich im östlichen Mittelmeergebiet heimisch, wird er heute im ganzen Mittelmeerraum und in anderen Regionen mit mediterranem Klima kultiviert. Die Früchte liefern wertvolles Speiseöl oder werden eingelegt gegessen. Das Olivenöl wird aus grünen Oliven gepresst, kurz bevor sie reif werden und sich dunkelblau bis schwarz färben. Ihr Ölgehalt beträgt dann etwa 50 Prozent und bleibt auch bei zunehmender Reife bei diesem Wert. Allerdings erhöht sich dann der mit Qualitätsverlust einhergehende Gehalt an freier Ölsäure (siehe Carbonsäuren). Bei der Konservierung werden die reifen schwarzen Früchte zur Farbstabilisierung mit Eisensalzen versetzt. Oliven direkt vom Baum sind ungenießbar, weil sie ein bitter schmeckendes Glucosid (Oleuropein) enthalten. Daher kommen alle Oliven, die nicht zu Öl verarbeitet werden, zunächst in ein Laugenbad, das den Bitterstoff zerstört. Daran schließt sich häufig eine Milchsäuregärung an. Sie verbessert die Haltbarkeit von Oliven, die in offenen Behältern auf dem Markt angeboten werden. Häufig wird auch der Stein der Olive entfernt und diese dann beispielsweise mit rotem Paprika oder anderen würzigen Lebensmitteln gefüllt. Das Holz des Ölbaums wird geschätzt, weil es sehr hart ist und eine streifige, teils bizarre Musterung aufweist. In den Mittelmeerländern werden viele Gebrauchsgegenstände daraus hergestellt.
Ölbaumgewächse bilden die Familie Oleaceae; die Gattung Ölbaum heißt Olea. Das Schwarze Ebenholz wird botanisch als Olea laurifolia bezeichnet, der Echte Ölbaum als Olea europaea.
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