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UgandaEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Einleitung; Land; Bevölkerung; Kultur, Bildung, Medien; Verwaltung und Politik; Wirtschaft; Geschichte
Ungefähr 26,3 Prozent (2007) der Landesfläche sind als Parks oder andere Naturschutzgebiete ausgewiesen. Uganda hat eine vielfältige Vegetation, u. a. finden sich Akazie und Wolfsmilchgewächse im Südwesten. Im Nordosten ist die natürliche Vegetation die Trocken- und Dornstrauchsavanne. Die Berge sind von dichten Regenwäldern bestanden. Das Land bietet Lebensräume für 830 Vogel- und 338 Säugetierarten, u. a. gibt es Schimpansen, Elefanten, Nashörner, Elenantilopen, Kuhantilopen sowie Löwen und Leoparden.
Die Einwohnerzahl beträgt etwa 31,4 Millionen (2008) und wächst jährlich um 3,58 Prozent (2008 geschätzt). Die Bevölkerungsdichte liegt bei 157 Einwohnern pro Quadratkilometer. Die Bevölkerung des Landes ist ethnisch überaus heterogen zusammengesetzt und umfasst Angehörige von rund 50 Gruppen. Etwa zwei Drittel der Einwohner gehören Bantustämmen an, wie z. B. den Ganda, Ankole, Soga, Nyoro und Toro. Außerdem leben Angehörige nilotischer und sudanesischer Gruppen in Uganda.
Größte Stadt des Landes ist die Hauptstadt Kampala mit etwa 1,25 Millionen Einwohnern (2003). Weitere größere Städte sind Jinja (86 500 Einwohner), Mbale (70 400 Einwohner), Entebbe (57 500 Einwohner) und Gulu (113 100 Einwohner).
Die Amtssprachen sind Swahili und Englisch. Verbreitete afrikanische Sprachen sind die Bantusprachen Buganda und Banyoro sowie die nilotischen Sprachen Lango, Acholi, Turkana und Karamojong. Etwa zwei Drittel der Bewohner Ugandas sind Christen (überwiegend Katholiken), 5 Prozent bekennen sich zum Islam. Die meisten anderen Einwohner sind Anhänger indigener Religionen.
Die Kultur Ugandas weist traditionell große regionale Unterschiede auf. Heute lassen sich auch asiatische und europäische Einflüsse feststellen. Ugandas größte Bibliotheken sind die National Reference Library und die National Library of Medicine, beides Universitätsbibliotheken. Im Uganda-Museum in Kampala sind Sammlungen zur Archäologie, Ethnologie, Musik und Naturwissenschaft untergebracht, in Entebbe befinden sich ein geologisches sowie ein zoologisches Museum. Der Alphabetisierungsgrad liegt bei 71,6 Prozent (2005) (Frauen 62,7 Prozent, Männer 80,7 Prozent). Das Bildungssystem zeigt noch große Strukturschwächen und bedarf dringend des (Wieder-)Aufbaus. Der Besuch der Grundschule (Primary Education) ist kostenlos, aber eine Schulpflicht besteht nicht. In Kampala liegen die Universität Makerere (1922 gegründet) und das Uganda Technical College (gegründet 1954). Die Situation der Pressefreiheit ist für private Medien deutlich günstiger als für staatliche, die Beeinflussungen seitens der Regierung ausgesetzt sind. 28 staatliche, kirchliche und private Radio- und Fernsehsender strahlen ihre Programme aus. Wichtige Tageszeitungen sind die von der Regierung herausgegebene News Visions und der unabhängige Sunday Monitor. Im Jahr 2000 verfügten 25 000 Nutzer über einen Zugang zum Internet.
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