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Windows Live® Suchergebnisse Emil FischerEnzyklopädieartikel
Emil Fischer (1852-1919), deutscher Chemiker und Nobelpreisträger, der u. a. bedeutende Beiträge zur Erforschung der Kohlenhydrate und wichtigsten Zucker lieferte. Fischer wurde am 9. Oktober 1852 in Euskirchen geboren. Nach dem Abschluss der Schule absolvierte er zunächst eine kaufmännische Lehre. Ab 1871 studierte er Chemie an den Universitäten Bonn und Straßburg. Anschließend war er Professor für Chemie an den Universitäten von München, Erlangen, Würzburg und bis zuletzt Ordinarius für organische Chemie an der Universität Berlin. Fischer konnte als Erster Glucose sowie andere einfache Zucker auf synthetischem Wege gewinnen. Ihm gelang ebenfalls als Erstem die Aufklärung der Molekülstruktur von Glucose und Fructose sowie von zahlreichen Purinderivaten wie Harnsäure, Xanthin und Coffein – Purine sind u. a. auch Bausteine von Nucleinsäuren. Fischer führte in anderen Experimenten die vollständige Hydrolyse komplexer Proteine zu einfachen Aminosäuren durch und konnte so zur Strukturaufklärung dieser Verbindungen beitragen. 1891 führte der Chemiker die nach ihm benannte Projektionsmethode (Fischer-Projektion) zur Konfigurationsbestimmung einfacher organischer Moleküle ein. Für seine bahnbrechenden Leistungen auf dem Gebiet der Zucker und Purine erhielt Fischer 1902 den Nobelpreis für Chemie. In der Folgezeit richtete Fischer sein Augenmerk vor allem auf die Erforschung von Naturstoffen und biologisch aktiven Substanzen. Fischer war Ehrenmitglied zahlreicher wissenschaftlicher Institutionen und Universitäten im In- und Ausland. Der Laureat starb am 15. Juli 1919 in Berlin.
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