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Linz

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Blick über LinzBlick über Linz
Artikelgliederung
1

Einleitung

Linz, Stadt in Österreich, Hauptstadt des Bundeslandes Oberösterreich, beiderseits der Donau hinter ihrem Durchbruch (Linzer Pforte) durch das Böhmische Massiv und an der Mündung der Traun in die Donau gelegen.

2

Wirtschaft

Linz ist der zentrale Industriestandort Oberösterreichs mit bedeutendem Donauhafen und Flughafen (auf der Welser Heide bei Hörsching). Die Industrie der Stadt wird von VOEST-Alpine mit Stahlproduktion und Maschinenbau dominiert. Die chemische Industrie bildet einen weiteren Schwerpunkt; im Mittelpunkt stehen dabei die Produktion von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln, Pharmazeutika und Kunststoffen. Daneben gibt es in Linz Betriebe u. a. der Textil-, Elektronik-, Nahrungs- und Genussmittel- sowie Schuh- und Möbelindustrie.

3

Stadtbild und Kultur

Mittelpunkt von Linz ist der barocke Hauptplatz aus dem 13. Jahrhundert mit dem Rathaus (1509, 1658/59 umgebaut), der Dreifaltigkeitssäule (1723), der auch als Alter Dom bezeichneten Jesuitenkirche Sankt Ignatius (1669-1678), der Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt (13. Jahrhundert, 1687-1694 erweitert) sowie zahlreichen Wohnhäusern aus Barock und Renaissance. In der Kirche Sankt Ignatius wirkte der Komponist Anton Bruckner von 1856 bis 1868 als Organist.

Weitere Sakralbauten der Stadt Linz sind u. a. der Neue Dom (1862-1924) mit seinem 135 Meter hohen Turm, die Karmeliterkirche (1674-1726) und die Deutschordenskirche (1718-1725). Der Bischofshof (1721-1726) ist Sitz des katholischen Bischofs von Linz sowie Teil des Landesmuseums. Herausragende weltliche Gebäude in Linz sind das Schloss (1604-1614, 1800 abgebrannt, heute Teil des Landesmuseum) sowie das Landhaus (1564-1571) mit Laubenhof und Planetenbrunnen (1582), das nach dem Brand von 1800 teilweise wieder aufgebaut wurde. Aus dem 20. Jahrhundert stammen die Neubauten der Bruckner-Konzerthalle (1969-1974), das Studio des ORF (1968-1973), das Neue Rathaus (1979-1985), das Design-Center (1991-1993) sowie das Ars-Electronica-Center (1995). Ein wichtiger Anziehungspunkt ist auch das Spielcasino.

Linz ist Sitz der Johannes-Kepler-Universität, einer Katholisch-Theologischen Hochschule, des Bruckner-Konservatoriums, einer Hochschule für künstlerische und industrielle Gestaltung sowie mehrerer Akademien und Museen. Das seit 1979 jährlich veranstaltete Festival für Kunst, Technologie und Medientheorie „Ars Electronica” hat den Namen Linz weltweit in der Musik- und Kunstavantgarde bekannt gemacht.

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Geschichte

Die Besiedlung der Gegend von Linz ist bis ins Neolithikum nachgewiesen. Im 2. Jahrhundert n. Chr. befand sich hier eine befestigte römische Siedlung namens Lentia. Die Martinskirche wurde 799 erstmals erwähnt. 903 wurde Linz als Markt, 1236 als Civitas erwähnt. Bis zum 15. Jahrhundert hatte sich ein geschäftiger Marktort entwickelt, der bekannt war für seine Messen. Grundlage des wirtschaftlichen Aufstiegs waren die Donaumaut und die Marktrechte.

Die Stadt war kurzfristig (1489-1493) Residenz Kaiser Friedrichs III. 1741 wurde Linz von Bayern und Franzosen erobert und besetzt. Weitere Besetzungen durch die Franzosen erfolgten 1800/1801, 1805 und 1809. Große Eisen- und Stahlhütten sowie Chemiebetriebe entstanden nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich 1938. Nach dem 2. Weltkrieg war Linz zweigeteilt in eine amerikanische und sowjetische Zone.

Die Einwohnerzahl beträgt etwa 188 000.

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