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    Die Verslehre oder Metrik (griechisch μετρική, griechisch-lateinisch metrica) ist die Lehre vom Versmaß oder Metrum (griechisch-lateinisch) in der Literatur.

  • Kategorie:Verslehre – Wikipedia

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Verslehre

Enzyklopädieartikel
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Friedrich Gottlieb Klopstock: Der MessiasFriedrich Gottlieb Klopstock: Der Messias
Artikelgliederung
1

Einleitung

Verslehre, die Kunst, Verse zu bilden, oder die Theorie der phonetischen (lautlichen) Struktur von Versen. Diese Theorie befasst sich mit den phonetischen Elementen des Verses und ihrem Zusammenwirken mit seinen anderen Komponenten (Reimschema etc.).

Theoretisch können aus allen phonetischen Komponenten einer Sprache, wie der Anzahl der Silben der Stärke der Betonung, gegebenenfalls sogar der Tonhöhe, geordnete und symmetrische Muster gebildet werden.

2

Deutsche Verslehre

Das System der Verslehre in der deutschen Sprache beruht auf Silbenstruktur und Betonung (Akzent), d. h. auf der Anzahl der betonten Silben und ihrer Anordnung in der Verszeile. In der deutschen Dichtung fast aller Epochen wird daher die Struktur eines Verses maßgeblich von einem durchgängigen oder variablen Muster von Verszeilen bestimmt (außerdem von Reimschema und Strophenform).

2.1

Versfuß

Die grundlegende Maßeinheit dieses silbisch-akzentuierenden Verses ist der so genannte Versfuß. Er besteht aus einer betonten Silbe (Hebung), der eine oder mehrere unbetonte Silben (Senkung) angeschlossen sind. Die betonte Silbe kann je nach gewähltem Muster einer oder zwei unbetonten Silben vorausgehen oder nachfolgen. Ein Versfuß kann innerhalb der ganzen Zeile wiederholt oder mit anderen variiert werden.

Geht der betonten Silbe jeweils eine unbetonte voraus (Salát), handelt es sich um einen Jambus. Der Jambus ist ein in der deutschen Dichtung sehr häufig verwendeter Versfuß. Die anderen Standardtypen sind der Trochäus (betonte Silbe gefolgt von einer unbetonten: Fénster), Daktylus (betonte Silbe gefolgt von zwei unbetonten: Gróßvater) und Anapäst (zwei unbetonte Silben gefolgt von einer betonten: Informánt). Endet eine Zeile mit einer unbetonten Silbe, nennt man das einen weiblichen, endet er mit einer betonten Silbe, einen männlichen Versschluss.

2.2

Metrum

Die Anzahl der Versfüße pro Zeile nennt man Metrum. Die Bezeichnungen für die verschiedenen Metren sind aus dem Griechischen abgeleitet: Enthält eine Verszeile z. B. fünf Versfüße, nennt man sie Pentameter (griechisch penta: fünf). Weitere Metren sind Dimeter (zwei Versfüße), Trimeter (drei Versfüße), Tetrameter (vier Versfüße) und Hexameter (sechs Versfüße). Der jambische Pentameter oder fünfhebige Jambus ist ein weithin gebräuchliches Versmaß in der deutschen Dichtung. Zu den bedeutendsten Hexameterdichtungen der deutschen Literatur zählt Friedrich Gottlieb Klopstocks Epos Der Messias (1748-53).

Innerhalb eines Gedichts wird aus Gründen des musikalischen Wohlklangs oft durchgängig dasselbe Metrum verwendet (nur jambische Pentameter usw.), dieses Muster kann aber ebenso gut variiert werden (Wechsel von Pentametern und Hexametern oder Wechsel des Versfußes).

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