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Charles Laughton

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Das Privatleben Heinrichs VIII. (1933)Das Privatleben Heinrichs VIII. (1933)

Charles Laughton (1899-1962), britisch-amerikanischer Schauspieler. Er wurde am 1. Juli 1899 als Sohn eines Hotelbesitzers in Scarborough (North Yorkshire) geboren und besuchte das Stonyhurst College. 1917/18 nahm Laughton als Soldat am 1. Weltkrieg teil. Nachdem er Anfang der zwanziger Jahre an Laienbühnen erstmals mit dem Theater in Berührung gekommen war, erhielt er 1925/26 eine Schauspielausbildung an der Royal Academy of Dramatic Arts in London. Sein Bühnendebüt gab er 1926 in Der Revisor von Nikolaj Gogol. Neben seiner Arbeit am Theater, insbesondere in Rollen von Shakespeare, Tschechow und Brecht, war Laughton ab 1928 erfolgreich als Darsteller beim Film, wobei sich die Rollen häufig aus seiner Theaterarbeit ergaben. So beispielsweise die Titelrolle in The Private Life of Henry VIII. (Das Privatleben Heinrichs VIII.), für die er 1933 einen Oscar erhielt.

Bald darauf wurde Laughton auch von Hollywood entdeckt, wo er fast 30 Jahre lang als Charakterdarsteller hervorragende Leistungen bot in Filmen wie Ruggles of Red Gap (1935; Ein Butler in Amerika), Mutiny on the Bounty (1935; Meuterei auf der Bounty), Les Misérables (1935; Die Elenden), Rembrandt (1936), The Hunchback of Notre Dame (1939; Der Glöckner von Notre Dame), It Started with Eve (1941; Die ewige Eva), The Paradine Case (1947; Der Fall Paradine, Regie Alfred Hitchcock), Hobson’s Choice (1954; Der Herr im Haus bin ich), Witness for the Prosecution (1957; Zeugin der Anklage, Regie Billy Wilder) oder Advise and Consent (1962; Sturm über Washington, Regie Otto Preminger). In seiner einzigen Regiearbeit, The Night of the Hunter (1955; Die Nacht des Jägers), einem künstlerisch ambitionierten, aber kommerziell erfolglosen Werk, verkörperte Robert Mitchum einen falschen Prediger. Zu Laughtons erfolgreichsten Bühnenstücken gehören Brechts Leben des Galilei (1947), Tschechows Kirschgarten (1950) und Shakespeares König Lear (1959). 1950 wurde er amerikanischer Staatsbürger. Charles Laughton starb am 15. Dezember 1962 in Hollywood.

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