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Windows Live® Suchergebnisse James HuttonEnzyklopädieartikel
James Hutton (1726-1797), schottischer Geologe, stellte eine der ersten umfassenden Theorien von der allmählichen Entwicklung der Erdkruste auf und begründete die Lehre des „Plutonismus”. Hutton wurde in Edinburgh geboren und studierte an den Universitäten von Edinburgh, Paris und Leiden. Er besaß eine Ausbildung als Arzt, praktizierte aber nicht, sondern arbeitete zunächst als Agrochemiker und später als Privatgelehrter. Huttons plutonistische Lehre berücksichtigte neben plutonischen und vulkanischen Erscheinungen auch exogene (äußere) Faktoren wie Verwitterung, Erosion und Sedimentation. Seine Gegenspieler waren die „Neptunisten”, die alle Gesteine und geologischen Strukturen auf die Wirkungen des Wassers zurückführten. Ihr maßgeblicher Vertreter war Abraham Gottlob Werner (1749-1817). Hutton lehnte ferner die Katastrophentheorie ab, der zufolge nur einschneidende Störungen die grundlegende Gestalt der Erde ändern. Hutton formulierte das geologische Konzept des Aktualismus, nach dem auch sehr langsam wirkende Prozesse die Erdoberfläche gestaltet haben. Diese Prozesse sollten heute beobachtbaren, „aktuellen” Prozessen entsprechen und mit gleich bleibender Geschwindigkeit sowie über einen sehr langen Zeitraum ablaufen. Daraus folgerte Hutton, dass die Erde viel älter sein musste, als bis dahin angenommen. Er geriet dadurch in einen scharfen Gegensatz zu denjenigen, die an dem biblischen Schöpfungsbericht festhalten wollten, nach dem die Erde nur etwa 6 000 Jahre alt war. Hutton fasste seine Theorien in dem Werk Theory of the Earth (2 Bde., 1795) zusammen. Siehe Geographie; Geomorphologie.
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