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Santander

Enzyklopädieartikel

Santander, Hauptstadt der spanischen Region Kantabrien am Golf von Biscaya.

Santander ist eine bedeutende Hafen- und Industriestadt und ein beliebtes Seebad im Norden Spaniens. Eines der wichtigsten Exportgüter ist Eisenerz, das in der umliegenden Region abgebaut und in den städtischen Gießereien verarbeitet wird. Andere Wirtschaftsbetriebe sind Werften und Fabriken, in denen Metallerzeugnisse, Nahrungsmittel, Papier und Glaswaren hergestellt werden.

Zu den Sehenswürdigkeiten Santanders, das sich entlang der Península de la Magdalena erstreckt, gehören die nach dem Großbrand von 1941 neu errichtete gotische Kathedrale (ursprünglich 13. Jahrhundert), die noch die Krypta aus dem 12. Jahrhundert besitzt, und der Palacio de la Magdalena (1912), der Sommerpalast von König Alfons XIII. Außerdem verfügt die Stadt über einige erwähnenswerte Museen wie das Museo de Bellas Artes, u. a. mit Werken von Goya und Zurbarán, das Museo de Prehistoria y Arqueología, in dem u. a. prähistorische Funde und Exponate aus der Römerzeit ausgestellt werden, und das Museo Marítimo (Meeresmuseum). Die Vorstadt El Sardinero ist Schauplatz eines bekannten Musik- und Tanzfestivals.

Als Puerto de San Emeterio wurde Santander erstmals im 11. Jahrhundert erwähnt und war im Mittelalter ein bedeutender Seehafen des Königreichs Kastilien. Bei einem Großbrand wurde 1941 der größte Teil der Altstadt zerstört. Im 18. Jahrhundert wurde die Stadt Bischofssitz, seit 1972 ist sie Sitz einer Universität.

Die Einwohnerzahl beträgt etwa 182 000.

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