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    Somatotropin ist ein Proteohormon, welches als Wachstumshormon im menschlichen und tierischen Organismus vorkommt. Es wird in seiner synthetisch hergestellten Form u.A. unter den ...

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Somatotropin

Enzyklopädieartikel

Somatotropin, Peptidhormon der Wirbeltiere und des Menschen, dessen Funktion die Steuerung des Längenwachstums ist und das im Hypophysenvorderlappen gebildet wird.

Dieses Hormon steuert die Aufnahme von Aminosäuren und den Fettstoffwechsel. Außerdem stimuliert es in der Leber die Synthese des Hormons Somatomedin, welches seinerseits als Wachstumsfaktor auf die Knochenbildung wirkt. Somatotropin wird vermehrt bei Training, Stress und Glucosemangel sowie durch eine erhöhte Insulin- und Östrogenkonzentrationen im Blut synthetisiert. Somatostatin aus dem Hypothalamus wirkt hemmend auf die Produktion von Somatotropin.

Während der Kindheit führen zu hohe Konzentrationen von Somatotropin zu Gigantismus, bei einer Überproduktion im Erwachsenenalter zu Akromegalie. Umgekehrt bewirkt ein Mangel an Somatotropin während der Kindheit Zwergwuchs. Die Ursache für eine Überproduktion dieses Hormons scheint ein Regulationsdefekt der Somatostatinsynthese zu sein. Bei Zwergwuchs ist die Steuerung von Somatotropin direkt beeinträchtigt. Heute ist die künstliche Synthese von Somatotropin durch gentechnische Methoden möglich, so dass kleinwüchsige Kinder mit Somatotropin behandelt werden können. Wie britische Wissenschaftler 2000 in der Zeitschrift Nature Biotechnology berichteten, gelang es ihnen, gentechnisch veränderte Chloroplasten zur Produktion von Somatotropin anzuregen. Die Somatotropinproduktion war dabei 300 Mal größer als bei genetisch veränderten Zellkernen.

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