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Windows Live® Suchergebnisse Alfred AdlerEnzyklopädieartikel
Alfred Adler (1870-1937), österreichischer Psychologe und Psychiater. Adler wurde in Wien geboren, wo er auch studierte. Nach Beendigung seines Studiums stieß er zum Kreis um Sigmund Freud, dem Begründer der Psychoanalyse. 1911 verließ Adler jedoch den orthodoxen psychoanalytischen Zirkel und wurde zum Begründer einer eigenen tiefenpsychologischen Schule. Seit 1926 lehrte er als Gastprofessor an der Columbia University, bis er 1935 mit seiner Familie in die Vereinigten Staaten übersiedelte. Adler legte in seiner Analyse der individuellen Entwicklung den Schwerpunkt nicht auf sexuelle Triebe, sondern auf das Minderwertigkeitsgefühl als motivierende Kraft im menschlichen Leben. Adler zufolge sind bewusste oder unbewusste Gefühle der Minderwertigkeit in Verbindung mit kompensatorischen Abwehrmechanismen die grundlegenden Ursachen für psychopathologisches Verhalten. Der Psychoanalytiker hat entsprechend die Aufgabe, solche Gefühle zu identifizieren, rational zu erklären und den so beim Patienten erzeugten kompensatorischen neurotischen Willen zur Macht aufzubrechen. Zu Adlers Hauptwerken zählen Studie über die Minderwertigkeit von Organen (1907), Über den nervösen Charakter (1912), Praxis und Theorie der Individualpsychologie (1918), Menschenkenntnis (1927) und The Pattern of Life (1930). Adler war außerdem Herausgeber der Internationalen Zeitschrift für Individualpsychologie (1914-1937).
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