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B. B. King

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B. B. KingB. B. King

B. B. King, eigentlich Riley King, (*1925), amerikanischer Bluesmusiker; Sänger und Gitarrist. Aufgrund seines Gesangsstils und seiner am Jazz geschulten, ausgefeilten Gitarrentechnik wird er als „Vater des modernen Blues” bezeichnet.

King wurde am 16. September 1925 auf einer Baumwollplantage in Indianola (Mississippi) geboren. Nach der Trennung der Eltern und dem frühen Tod der Mutter wuchs er bei Verwandten auf; ab seinem zehnten Lebensjahr schlug er sich als Plantagenarbeiter durch. Nebenher sang er in Gospelchören und brachte sich das Gitarrenspiel bei. Nach dem Militärdienst zog er 1946 nach Memphis (Tennessee), wo er als Straßenmusiker und in kleinen Clubs auftrat. Ende der vierziger Jahre bekam er als Discjockey eine eigene regelmäßige Radioshow, in der er als „Blues Boy from Beale Street” eine gewisse Popularität erlangte, was später zu „B. B.” abgekürzt wurde.

Nachdem er 1950, entdeckt von Ike Turner, erste Plattenaufnahmen gemacht hatte, gelang ihm 1952 mit der Blues-Single Three O’Clock Blues sein erster Hit. Sein virtuoses Gitarrenspiel und sein unverwechselbarer Gesang machten ihn in der Folge berühmt, und er entfaltete großen Einfluss auf die weitere Entwicklung der Blues- und der Rockmusik. Etwa 25 Jahre lang, bis Ende der siebziger Jahre, absolvierte „The King of the Blues” ein enormes Tourneeprogramm mit durchschnittlich 300 Auftritten pro Jahr (allein im Jahr 1956 gab er 342 Konzerte). Auch danach stand er weiterhin regelmäßig auf der Konzertbühne; seine internationale Abschiedstournee gab er erst 2005/06 im Alter von 80 Jahren.

Zu Kings größten Hits zählen die Singles Be Careful with a Fool (1957), das von zahllosen Künstlern gecoverte Rock Me Baby (1964) und The Thrill Is Gone (1970). Kings erfolgreichste Alben sind Live at the Regal (1965), mit dem er es erstmals in die allgemeinen Pop-Charts schaffte, Indianola Mississippi Seeds (1970), Live at Cook County Jail (1971, die Liveaufnahme eines seiner zahlreichen Konzerte für Gefängnisinsassen), L.A. Midnight (1972), Guess Who (1973), There Must Be a Better World Somewhere (1981), Six Silver Strings (1985), Live at San Quentin (1990), Blues Summit (1993) und Makin’ Love Is Good for You (2000). King spielte auf Konzerten und bei Plattenaufnahmen mit zahlreichen berühmten Kollegen zusammen; so sang er etwa auf dem Erfolgsalbum Rattle and Hum (1988) von U2 im Duett mit dem Sänger der Band den Hit When Love Comes to Town, und die Zusammenarbeit mit Eric Clapton resultierte in dem Album Riding with the King (2000). King wurde im Lauf seiner Karriere mit zahlreichen Preisen gewürdigt, u. a. erhielt er acht Grammys (einen davon für sein Lebenswerk, 1987). Seine Memoiren veröffentlichte er unter dem Titel Blues All Around Me (1998; Ein Leben mit dem Blues).

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