Auswahl der Encarta-Redaktion
Gute Bücher zum Thema "Richard Wagner", ausgewählt von den Encarta-Redakteuren.
Verwandte Elemente
Suche in Encarta
In Encarta suchen nach Richard Wagner

Windows Live® Suchergebnisse

  • Richard Wagner

    Infos über die Bücher von Wolfgang Perschmann, in denen er sich mit der Widerspiegelung von Naturgesetzen in den Werken des Komponisten beschäftigt.

  • Richard Wagner Verband International e.V.

    Die Dachgesellschaft informiert über ihre umfassende Tätigkeit und alle weltweit angeschlossenen Mitglieder nebst Daten zu Stipendien, Wettbewerben, Kongressen und Vorträgen.

  • Richard Wagner Verband Regensburg e.V.

    HERZLICH WILLKOMMEN! Richard Wagner Verband Regensburg e.V. "Ich kann den Geist der Musik nicht anders fassen, als in Liebe." RICHARD WAGNER (1813-1883)

Alle Suchergebnisse anzeigen:
Windows Live® Suchergebnisse

Richard Wagner

Enzyklopädieartikel
Multimedia
Richard WagnerRichard Wagner
Artikelgliederung
1

Einleitung

Richard Wagner (1813-1883), deutscher Komponist. Mit der Idee des musikdramatischen „Gesamtkunstwerks” wurde er einer der bedeutendsten Innovatoren der europäischen Musikgeschichte im 19. Jahrhundert.

2

Frühwerke

Wagner wurde am 22. Mai 1813 in Leipzig geboren, wo er seine musikalische Ausbildung bei dem Thomaskantor Christian Theodor Weinlig (1780-1842) erhielt. Von 1833 bis 1839 war Wagner an mehreren Opernhäusern (u. a. in Würzburg, Magdeburg, Königsberg und Riga) tätig und schrieb in dieser Zeit seine ersten Opern Die Feen (1834) und Das Liebesverbot (1836, nach William Shakespeares Maß für Maß) sowie mehrere Orchesterwerke. Wagners künstlerische Vorbilder waren Wolfgang Amadeus Mozart, Ludwig van Beethoven, Carl Maria von Weber, William Shakespeare und E. T. A. Hoffmann. 1836 heiratete er in Königsberg die Schauspielerin Minna Planer. In seiner Zeit als Musikdirektor in Riga entstanden das Libretto und die ersten beiden der fünf Akte von Rienzi (1840), seiner ersten wichtigen Oper.

1839 musste Wagner Riga hoch verschuldet verlassen. Während einer abenteuerlichen Seefahrt nach England entstand der Plan für seine zweite große Oper Der fliegende Holländer (1841). Nach einem kurzen Aufenthalt in London reiste er weiter nach Frankreich, wo er sich in Paris niederließ. Dort entstand unter dem Einfluss des französischen Komponisten Hector Berlioz die Faust-Ouvertüre. Zeitweise in ärmlichsten Verhältnissen lebend, blieb Wagner bis April 1842 in Paris. Aus dieser Zeit stammen seine Musiker-Erzählungen Ein deutscher Musiker in Paris (1840/41). Am 20. Oktober 1842 wurde Rienzi am Hoftheater in Dresden mit großem Erfolg uraufgeführt; es folgte die triumphale Uraufführung von Der fliegende Holländer am 2. Januar 1843. Im gleichen Monat zog Wagner nach Dresden um und nahm dort die Stelle des Königlich-Sächsischen Hofkapellmeisters an.

3

Leitmotivtechnik

In seiner romantischen Oper Tannhäuser (Uraufführung in Dresden am 19. Oktober 1845) verwirklichte Wagner erstmals strukturelle und technische Innovationen, die beim Publikum Stürme heftigster Kritik hervorriefen. Dennoch kam es drei Jahre später zu weiteren Vorstellungen von Tannhäuser in Weimar, wo sie Franz Liszt, Wagners Freund und Propagator, aufführte. 1848 stellte Wagner die romantische Oper Lohengrin fertig, doch lehnte das Hoftheater Dresden die Uraufführung aus Angst vor weiterer Kritik durch die Öffentlichkeit ab. Ein weiteres Mal kam Liszt zu Hilfe und leitete die Uraufführung am 28. August 1850 in Weimar. In beiden Werken führte Wagner die schon im Fliegenden Holländer entwickelte Leitmotivtechnik weiter und löste den traditionellen Nummernaufbau zugunsten größerer szenischer Einheiten auf.

4

Hauptwerke

Wagners politisches Engagement galt 1848 dem radikalen Flügel der deutschen Politik; wegen seiner Teilnahme an der gescheiterten Revolution von 1848/49 wurde er steckbrieflich gesucht und musste aus Sachsen und Preußen fliehen. Er hielt sich zunächst bei Liszt in Weimar auf, später (bis 1858) in Zürich. Dort setzte er die Arbeit an den bereits begonnenen Skizzen zu seiner Tetralogie Der Ring des Nibelungen fort. Die Arbeit an Das Rheingold begann er im November 1853 und beendete sie im Mai des darauf folgenden Jahres. Die Walküre stellte er im Dezember 1856 fertig. Dann unterbrach er den Zyklus, weil er keine Möglichkeiten sah, ihn auf der Bühne zu realisieren.

Ab 1857 wohnte Wagner zusammen mit seiner Frau in Zürich im so genannten „Asyl”, einem Gartenhaus, das ihnen der Kaufmann Otto Wesendonck und dessen Frau Mathilde auf ihrem Anwesen zur Verfügung stellten. Die Liebe zu Mathilde Wesendonck, aber auch die Lektüre von Arthur Schopenhauers Hauptwerk Die Welt als Wille und Vorstellung beeinflussten Wagner bei der Komposition von Tristan und Isolde (1857-1859). Das ursprünglich relativ klein dimensionierte Werk sollte ihm die Rückkehr auf die Bühne und damit endlich wieder ein selbstfinanziertes Leben ermöglichen, ein Vorhaben, das Wagner aber nicht gelang. Die Uraufführung fand erst am 10. Juni 1865 in München unter der Leitung Hans von Bülows statt und wurde nur durch die Unterstützung des bayerischen Königs Ludwig II. möglich. Aus der Tristan-Zeit stammen auch die Wesendonck-Lieder (nach Gedichten von Mathilde Wesendonck) für eine Frauenstimme (1857/58).

Nach dem „spannungsbedingten Auszug” aus dem Züricher Exil der Wesendoncks lebte Wagner – in hoffnungsloser finanzieller Situation – zeitweise in Venedig, Luzern, Paris und Wien. Im Mai 1864 wurde er vom damals 18-jährigen Ludwig II., der ihm als großer Verehrer seiner Musik finanzielle Unterstützung bei der Beendigung seiner Werke zusicherte, nach München berufen. Von dieser Zeit an sollte Wagner, wie er es ausdrückte, nie mehr „die Last des gemeinsten Lebensdruckes … berühren”. Bereits zwei Jahre vorher hatte er in Biebrich die Arbeit an Die Meistersinger von Nürnberg begonnen, die er 1867 beendete. Dieses Werk wurde am 21. Juni 1868 in München uraufgeführt, wo auch auf Wunsch des Königs die Uraufführungen von Das Rheingold (1869) und Die Walküre (1870) stattfanden.

Zurück
|
Nächste
In diesem Artikel suchen
Druckerfreundliche Version der Seite
Versenden




© 2008 Microsoft