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  • Streptokokken – Wikipedia

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  • Streptokokken: Die Krankheitsbilder

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Streptokokken

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Streptokokken im RasterelektronenmikroskopStreptokokken im Rasterelektronenmikroskop

Streptokokken, Gattung kugelförmiger, grampositiver, aerober (auf das Vorhandensein von Sauerstoff angewiesener) Bakterien.

Streptokokken treten in Paaren oder Ketten auf. Einige Arten wirken beim Menschen krankheitserregend (pathogen). Beispiele von Streptokokkeninfektionen sind Halsentzündung, Scharlach, Erysipel (Wundrose), Kindbettfieber und manche Formen von Lungenentzündung. Arzneimittel zur Behandlung solcher Infektionen sind Penicillin und Erythromycin. Bakterienkulturen nichtpathogener Streptokokken der Lactisgruppe werden zur Gärung von Milchprodukten wie Käse oder Buttermilch eingesetzt. Manche Streptokokken spielen in der Darmflora eine wichtige Rolle, diese Arten werden auch als Enterokokken bezeichnet: So bewohnt Streptococcus faecalis den menschlichen Dünndarm; gelangt dieses Bakterium jedoch in den Harnweg, kann es dort Entzündungen verursachen.

Streptokokken werden anhand der Zuckermoleküle auf ihren Oberflächen verschiedenen Gruppen zugeordnet, die sich im Labor leicht identifizieren lassen. Wie 2000 in der Zeitschrift The Lancet berichtet wurde, können die Gruppen C und G (nicht nur A, wie bislang angenommen) lebensgefährliche rheumatische Herzerkrankungen verursachen. Diese Streptokokken verursachen eine Autoimmunkrankheit, bei der Antikörper mit Myosin reagieren, einem Baustein der Herzmuskulatur. US-amerikanische Wissenschaftler teilten 2001 in den Proceedings of the National Academy of Sciences mit, man könne durch den Einsatz eines von Bakteriophagen (Viren, die sich in Bakterien vermehren) produzierten Enzyms gezielt bestimmte Streptokokkenarten angreifen. Bakteriophagen verwenden das Enzym, um sich nach ihrer Vermehrung durch Zerstörung der Zellwand des Bakteriums freizusetzen. Das Enzym ließe sich beispielsweise in Form eines Mundsprays zur Bekämpfung von Streptokokken in Schleimhäuten einsetzen.

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