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Ural

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Dolinen im UralgebirgeDolinen im Uralgebirge

Ural, (russisch Ural’skiye Gory), Gebirgskette in Russland, die sich über etwa 2 000 Kilometer in Nord-Süd-Richtung erstreckt und üblicherweise als geographische Grenze zwischen Europa und Asien angesehen wird.

Die nördlichen Ausläufer des bis maximal 150 Kilometer breiten Ural reichen im Pai-Choi-Gebirge bis an die Karasee, einen südlichen Arm des Nordpolarmeeres, und setzen sich auf der Insel Nowaja Semlja fort. Im Süden endet er am Becken des Flusses Ural. Das Gebirge bildet die Grenze zwischen dem Osteuropäischen Tiefland im Westen und dem Westsibirischen Tiefland im Osten. Während der Ural im Westen allmählich über Vorgebirge zum Tiefland ausläuft, fällt er im Osten über markante Stufen steil ab.

Der Ural lässt sich von Norden nach Süden in vier Abschnitte gliedern: den Polar-Ural, den Nördlichen Ural, den Mittleren Ural und den Südlichen Ural. Der Polar-Ural nördlich von 64 Grad nördlicher Breite umfasst baumlose, arktische Tundra; in diesem Bereich befindet sich auch der Narodnaja Gora, mit 1 894 Metern der höchste Berg des gesamten Gebirges. Der Nördliche Ural zwischen 64 und 61 Grad nördlicher Breite weist in tieferen Lagen Lärchenbestände auf; an den westlichen Hängen befindet sich das Quellgebiet der Petschora.

Das gesamte Gebiet des Mittleren Ural, der zwischen 61 und 55 Grad nördlicher Breite liegt, ist von dichten Nadelwäldern bedeckt. Mehrere, parallel zueinander verlaufende Bergketten prägen das Landschaftsbild im Norden, nach Süden schließt Hügelland an. Der Konshakowskij Kamen ist mit 1 569 Metern die höchste Erhebung im Mittleren Ural.

Etwa zwischen 55 und 51 Grad nördlicher Breite erstreckt sich der in drei Bergketten verlaufende Südliche Ural. Die Hänge sind großräumig von Laubwäldern bedeckt. Im Süden ist der hier nur etwa 500 Meter hohe Südliche Ural verkehrstechnisch leicht zu überwinden.

Das Gebirge besteht aus abgetragenen Rümpfen einer alten Bergkette, die sich gegen Ende des Paläozoikums – im Perm vor etwa 250 Millionen Jahren – erhob. Die einzelnen Ketten des Ural entsprechen abgeschlossenen Episoden der Gebirgsbildung, in denen dicke Schichten von Sedimentgestein in sehr lange, in Nord-Süd-Richtung verlaufende Falten gepresst, später aufgefaltet und teilweise von magmatischem Gestein durchdrungen wurden.

Im Gebiet des Ural gibt es umfangreiche Vorkommen von Eisen-, Mangan-, Kupfer- und Zinkerz sowie von Kohle, Bauxit, Platin, Silber und Gold. Nach Osten schließt ein Gebiet an, in dem im großen Ausmaß Erdöl gefördert wird. Im Mittleren und Südlichen Ural liegen einige bedeutende Industriegebiete. Eine rasante industrielle Entwicklung setzte um 1930 mit der Ansiedlung zahlreicher Betriebe der Produktion von Metallwaren, Baustoffen und Maschinen ein. Zu den bedeutendsten Industriestädten im Bereich des Ural zählen u. a. Jekaterinburg, Magnitogorsk, Nishnij Tagil, Perm und Tscheljabinsk.

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