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Karl V. (von Frankreich)

Enzyklopädieartikel

Karl V. (von Frankreich), der Weise, französisch le sage, (1338-1380), König von Frankreich (1364-1380), Sohn und Nachfolger von König Johann II. Karl V. wurde am 21. Januar 1338 in Vincennes geboren. Als sein Vater Johann im September 1356 von den Engländern während des Hundertjährigen Krieges bei Poitiers gefangen genommen worden war, übernahm Karl die Regentschaft in Frankreich. Er schlug den Bauernaufstand der Jacquerie und den Aufstand unter Étienne Marcel in Paris nieder. 1360 schloss er mit England den Frieden von Brétigny, auf Grund dessen Johann freikam. Im Verlauf des Hundertjährigen Krieges gelang es Karl, die Engländer von einem Großteil ihrer französischen Besitzungen zu vertreiben. Er reformierte das Finanz- und das Wehrsystem, schuf damit die Grundlagen für die moderne Staatsverwaltung in Frankreich und stärkte die Monarchie. Karl förderte Kunst und Literatur und besaß eine umfangreiche Bibliothek, die zum Grundstock der heutigen Nationalbibliothek wurde. Ab 1370 ließ er die Bastille zur Befestigung von Paris errichten. Karl V. starb am 16. September 1380 in Nogent-sur-Marne. Die Nachfolge trat sein Sohn Karl VI. an.

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