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Windows Live® Suchergebnisse Emilia-RomagnaEnzyklopädieartikel
Emilia-Romagna, Region in der Mitte Norditaliens, zwischen dem Po im Norden und den nördlichen Apenninen im Süden. Sie grenzt im Norden an die Regionen Lombardei und Venetien, im Osten an das Adriatische Meer, im Südosten an die Region Marken, im Südwesten an die Region Toskana sowie im Westen an die Regionen Ligurien und Piemont. Die Emilia-Romagna besteht aus den Provinzen Bologna, Ferrara, Forlì, Modena, Parma, Piacenza, Ravenna und Reggio nell’Emilia. Hauptstadt der Region ist Bologna, das Zentrum für Wirtschaft und Kultur. Weitere größere Städte sind die Hauptstädte der gleichnamigen Provinzen sowie Rimini. Der nördliche und östliche Teil der Landschaft wird von der Schwemmlandebene des Po eingenommen. Im südlichen und westlichen Bereich erstrecken sich die Apenninen mit dem 2 165 Meter hohen Monte Cimone als höchster Erhebung. Die wichtigsten Fließgewässer sind Po, Trebbia, Taro, Panaro und Reno. Die fruchtbaren Böden der Poebene ermöglichen eine ertragreiche Landwirtschaft. Zu den Haupterzeugnissen gehören Getreide, Obst, Wein und Tabak. Im Gebirge wird vorwiegend Weidewirtschaft betrieben. Ein großer Teil der Energieversorgung basiert auf der Förderung von Erdgas und Erdöl in den Provinzen Parma und Piacenza. In den Städten der Region haben sich auch zahlreiche Industriebetriebe angesiedelt, in denen u. a. Maschinen, Apparate und Fahrzeuge sowie Textilien und Schuhe hergestellt werden. Als weiterer wichtiger Wirtschaftszweig gilt der Fremdenverkehr, besonders in den Seebädern an der Adriaküste. Als früheste Zeugen von der Inwertsetzung der Landschaft gelten Funde aus der Eisenzeit (Villanova-Kultur). Das ursprünglich von um 600 v. Chr. eingewanderten Etruskern besiedelte Gebiet verdankt seinen Namen der von Rimini nach Piacenza verlaufenden römischen Via Aemilia, die noch heute eine wichtige Hauptverkehrsachse bildet. Die Emilia wurde im 5. Jahrhundert von den Langobarden erobert. Während der Renaissance erlebte die Region ihre kulturelle Blütezeit; zu den führenden Fürstenhäusern gehörten die d’Este, die Malatesta und die Farnese. Die Romagna, die den südöstlichen Teil der Poebene einnimmt und Ravenna als Hauptstadt hatte, befand sich vom 6. bis 8. Jahrhundert unter byzantinischer Herrschaft. Danach fiel das Gebiet an den Kirchenstaat. 1861 wurden die Emilia und die Romagna Bestandteil des Königreichs Italien. Der Zusammenschluss der beiden Gebiete zu einer Region erfolgte im Jahr 1948. Die Fläche umfasst insgesamt 22 123 Quadratkilometer. Die Einwohnerzahl beträgt etwa 4,22 Millionen (2007).
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