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John Bardeen

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John BardeenJohn Bardeen

John Bardeen (1908-1991), amerikanischer Physiker und Nobelpreisträger.

Bardeen wurde am 23. Mai 1908 in Madison (US-Bundesstaat Wisconsin) geboren. Nach der Schulausbildung studierte er Physik und Elektrotechnik an der Universität von Wisconsin, wo er nach erfolgreichem Abschluss für weitere zwei Jahre als Forscher tätig war. Von 1930 bis 1933 folgte eine Industrietätigkeit bei der Gulf Oil in Pittsburgh. Gegen Ende des Beschäftigungsverhältnisses entschied sich der Physiker für die Universitätslaufbahn und ging zu diesem Zweck an die Universität Princeton. Hier befasste sich Bardeen unter Anleitung von Eugene P. Wigner mit quantentheoretischen Problemen der Festkörperphysik. 1935 wechselte er an die Harvard University und arbeitete bei John H. van Vleck sowie bei Percy W. Bridgman (Promotion 1936). 1938 folgte Bardeen einem Ruf der Universität von Minnesota und übernahm hier bis 1941 den Lehrstuhl für Physik und Elektrotechnik. Während des 2. Weltkrieges arbeitete der Physiker für die US-Navy.

Nach dem Krieg nahm Bardeen eine Forschungstätigkeit bei AT&T auf und arbeitete in den Bell Laboratories. Ende 1947 gelang ihm und seinen Arbeitskollegen William Shockley und Walter Brattain die Entdeckung des Transistoreffekts, nur kurze Zeit später folgte die Konstruktion des ersten Transistors; für diese Arbeit erhielten die drei 1956 den Nobelpreis für Physik. Bereits 1951 wurde Bardeen Professor an der Universität von Illinois und beschäftigte sich u. a. mit Phänomenen der Supraleitfähigkeit. Gemeinsam mit seinen Kollegen Leon N. Cooper und John R. Schrieffer stellte Bardeen 1957 die so genannte BCS-Theorie auf. Mit dieser Theorie schufen die drei Wissenschaftler eine Möglichkeit, mit der sich das Verschwinden des elektrischen Widerstandes bestimmter Metalle und Legierungen bei Temperaturen in der Nähe des absoluten Temperaturnullpunktes erklären ließ. Für diese Leistung erhielten die drei 1972 den Nobelpreis für Physik. Bardeen war damit der erste Wissenschaftler, der den Nobelpreis zweimal in der gleichen Kategorie empfing. Er starb am 30. Januar 1991 in Boston.

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