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    André Breton (* 18. Februar 1896 in Tinchebray (Orne) in der Normandie; † 28. September 1966 in Paris) war ein französischer Dichter, Schriftsteller und der wichtigste ...

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    André Breton (in French pronounced [ɑ̃dʀe bʀəˈtɔ̃]) (February 19, 1896 – September 28, 1966) was a French writer, poet, and surrealist theorist, and is best known as the ...

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André Breton

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André Breton (1896-1966), französischer Schriftsteller und Kritiker. Er gilt als einer der Initiatoren des Pariser Dadaismus. Später avancierte er zum wichtigsten Theoretiker und zu einem der literarischen Hauptvertreter der surrealistischen Bewegung („Ich bin der Surrealismus”).

Breton wurde am 19. Februar 1896 in Tinchebray im Departement Orne geboren (später gab er den 18. Februar als Geburtsdatum an, da das Horoskop an diesem Tag mehr Genie verhieß; eine für ihn typische biographische Fälschung, die von vielen Lexika übernommen wurde). Nach dem 1. Weltkrieg, in dem er den Zyniker und Dandy Jacques Vaché kennen gelernt hatte, prägte er das Literaturkonzept des Dadaismus in Auseinandersetzungen mit Tristan Tzara und Francis Picabia entscheidend mit – nicht zuletzt durch eine auf Anraten Paul Valérys Littérature genannte Zeitschrift, die er ab 1920 publizierte. 1924 gründete Breton das surrealistische Organ La Révolution surréaliste, als dessen Mitherausgeber er bis 1929 fungierte. Danach brachte er als Nachfolgeforum Le Surréalisme au Service de la Révolution heraus.

Unter Berufung auf Sigmund Freud, den er 1921 in Wien besuchte, propagierte Breton einen assoziativen, unkontrollierten und von rationalen Strukturierungsprozessen freien Schreibstil, der sich bewusst ästhetischen und moralischen Kriterien entzog – eine Technik vorgeblich unbewussten Schreibens, die er écriture automatique (automatisches Schreiben) nannte. Ein anderer zentraler Begriff seiner Poetologie war der des Traumberichts (Récit de rèves), der dem rationalistisch ausgeprägten Vernunftmodell der Naturwissenschaft die visionär-metaphorische Erkenntnisleistung der Dichtung gegenüberstellte. Seine von der literarischen Romantik und vom Symbolismus beeinflusste Theorie des Surrealismus legte Breton in den programmatischen Schriften Manifeste du surréalisme (1924), Second manifeste du surréalisme (1930) und Prolégomènes à un troisième manifeste du surréalisme ou non (1942) nieder, die auf deutsch zusammengefasst unter dem Titel Die Manifeste des Surrealismus erschienen und die bald schon einflussreicher als seine Lyrik oder Prosa waren. Für die Malerei wurde hier eine Perspektive neuer Naivität (das „wilde Auge”) eingeklagt, die die Rationalität des Schöpfungsakts in einer ähnlichen Weise wie das automatische Schreiben im Bereich der bildenden Kunst desavouieren sollte. Bald schon wurde Bretons Atelierwohnung in der Rue Fontaine zum Zentrum des surrealistischen Zirkels, in dem der Dichter den dogmatischen Mittelpunkt bildete. An seinen Launen und starren Positionen zerbrach u. a. die Freundschaft mit Max Ernst und Giorgio de Chirico.

Zwischen 1927 und 1937 war Breton Mitglied der Kommunistischen Partei Frankreichs. Sein bekanntestes Prosawerk ist die 1928 erschienene und teils autobiographische, von Photographien illustrierte Erzählung Nadja über eine geheimnisvolle Frau; in dem Buch erläuterte der Dichter auch die Idee des „objektiven Zufalls”, bei dem verschiedene Ereignisse oder Personen durch eine oftmals banale Gemeinsamkeit miteinander verbunden werden. Gleichzeitig wird hier das surrealistische Modell einer „konvulsivischen Schönheit” deutlich, die allein als plötzliche Erscheinung Existenzberechtigung erlangt. Nach 1945 kehrte Breton aus seinem New Yorker Exil nach Paris zurück. Sein lyrisches Werk, das die Bände Les champs magnétiques (1920, mit Philippe Soupault, Die magnetischen Felder), L’immaculée conception (1930 mit Paul Éluard, Die unbefleckte Empfängnis), L’amour fou (1937), Arcane 17 (1944) und Ode à Charles Fourier (1947, Ode an Charles Fourier) umfasst, ist stark von Paul Valéry und Arthur Rimbaud beeinflusst. Der Dichter starb am 28. September 1966 in Paris. Marcel Duchamp charakterisierte ihn in seinem Nachruf als einen „Liebhaber der Liebe in einer Welt, die an Prostitution” glaube. 1996 erschien die umfangreiche Biographie Revolution des Geistes. Das Leben André Bretons des Amerikaners Mark Polizzotti.

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