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Bologna

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Piazza Maggiore, BolognaPiazza Maggiore, Bologna

Bologna (Region Emilia-Romagna, Italien), Hauptstadt der Provinz Bologna im nördlichen Italien, in einer fruchtbaren Ebene am Fuße der Apenninen gelegen. Bologna ist ein bedeutender Verkehrsknotenpunkt. Die Hauptstraßen und Eisenbahnlinien, die das nördliche Italien mit dem Tyrrhenischen Meer und der südlichen Adriaküste verbinden, treffen sich hier. Von wirtschaftlicher Bedeutung für die Stadt sind Nahrungs- und Genussmittelindustrie, Maschinenbau, optische, feinmechanische und chemische Werke sowie Gerbereien und Schuhfabriken.

Bologna war ein bedeutendes Bildungs- und Kulturzentrum im Mittelalter und der frühen Renaissance. Das mittelalterliche Zentrum der Stadt mit zahlreichen Palästen, Bogengängen und den teilweise erhaltenen Geschlechtertürmen wurde seit 1972 umfassend saniert. Mittelpunkt der Stadt ist die Piazza Maggiore, an der sich auch die Basilika San Petronio (nach 1390 begonnen) befindet. Weitere sehenswerte Kirchen sind San Domenico (1221), in der sich das Grabmal des heiligen Dominikus befindet, und San Francesco, erbaut zwischen 1236 und 1263. In der Universitätsstadt Bologna befinden sich zahlreiche Museen.

Bologna entstand an der Stelle der etruskischen Stadt Felsina. Im 2. Jahrhundert v. Chr. kam die Stadt unter römische Herrschaft. Seit dem 6. Jahrhundert n. Chr. gehörte Bologna zum byzantinischen Exarchat Ravenna. Die Langobarden zerstörten die Stadt in den Jahren 727/28, und sie geriet in römische und fränkische Abhängigkeit. Im 12. Jahrhundert trat Bologna dem lombardischen Städtebund bei. Der Verzicht Rudolf von Habsburgs auf Bologna und die Romagna zugunsten des Heiligen Stuhles lieferte die Stadt 1278 dem Kirchenstaat aus. Lange Zeit behaupteten jedoch Adelsgeschlechter die Macht. Erst im Jahr 1506 kehrte Bologna wieder unter päpstliche Herrschaft zurück. In der Zwischenzeit füllten Studenten aus Italien und dem Ausland die Universität, Kunst und Handwerk florierten, und so bedeutende Maler wie Annibale Carracci, Domenichino und Guido Reni lebten und arbeiteten hier vom 15. bis 17. Jahrhundert. Abgesehen von der napoleonischen Zeit von 1796 bis 1815 und von mehreren kurzen Revolten, blieb Bologna unter päpstlicher Oberherrschaft bis 1859. 1860 schloss sich Bologna dem Königreich Italien an. Die Stadt ist eine alte Hochburg der Kommunistischen Partei Italiens. Während des 2. Weltkrieges wurde sie schwer zerstört.

Für das Jahr 2000 wurde Bologna von der UNESCO zu einer der Kulturhauptstädte Europas erklärt. Die Einwohnerzahl beträgt etwa 373 000 (2007).

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