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Sepsis

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Staphylococcus aureusStaphylococcus aureus

Sepsis oder Septikämie, so genannte Blutvergiftung durch Bakterien (selten auch durch Pilze oder andere Mikroorganismen), die sich im Blut vermehren und in kurzer Zeit zu mehrfachem Organversagen führen können.

Erreger einer Sepsis sind insbesondere gramnegative Bakterien wie Escherichia coli; sie können aus einer infizierten Körperstelle, durch eine Verletzung oder bei einem chirurgischen Eingriff in den Kreislauf gelangen. Befinden sich die Bakterien nur kurze Zeit im Blut, spricht man von Bakteriämie. Kennzeichen einer Sepsis sind Schüttelfrost, innerhalb von 24 Stunden wiederholt stark ansteigendes und abfallendes Fieber, Erschöpfung, Thrombosen und Infektionen innerer Organe. Eine durch Bakterien verursachte Sepsis wird mit Antibiotika behandelt.

Im Verlauf einer Sepsis kann als Komplikation ein lebensbedrohlicher septischer Schock auftreten, der durch Blutdruckabfall und Erhöhung der Herzfrequenz gekennzeichnet ist. Ein septischer Schock wird durch Endotoxine ausgelöst. Als Endotoxin wirkt insbesondere Lipid A, das aus den Lipopolysacchariden der Zellmembran abgestorbener Bakterien stammt. Eine überschießende Immunreaktion führt zum Kreislaufkollaps und zum Multiorganversagen. Einem septischen Schock versucht man durch Verabreichung von Hydrocortison zu begegnen, das neuen Forschungsergebnissen zufolge jedoch nur bei einer sehr schweren Form von septischem Schock die Überlebenswahrscheinlichkeit erhöht. Eine neue, allerdings ebenfalls nur für einen kleinen Teil der Patienten lebensrettende Behandlung der Sepsis besteht darin, Betroffenen so genanntes aktiviertes Protein C zu injizieren. Dieses ohnehin im menschlichen Gewebe vorkommende Protein, dessen Konzentration bei einer Blutvergiftung herabgesetzt ist, hemmt die Blutgerinnung sowie Entzündungen.

Blutvergiftung ist die häufigste Todesursache bei schweren Infektionen. Jede zweite Blutvergiftung verläuft tödlich; in Deutschland sterben daran jährlich rund 80 000 Menschen.

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