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Iran

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Iran (Flagge und Hymne)Iran (Flagge und Hymne)
Artikelgliederung
2.3

Klima

Der Iran lässt sich in drei Klimazonen einteilen: die extrem heiße Küstenregion entlang des Persischen Golfs und des Golfs von Oman, die trockene Zone des Iranischen Hochlandes und die zum Teil extrem kalten Hochgebirge. Die durchschnittlichen Temperaturen der Monate Januar und Juli liegen in der im Norden des Landes gelegenen Hauptstadt Teheran bei 2,2 bzw. 29,4 °C, in Ābādān im mesopotamischen Tiefland betragen sie 12,2 bzw. 36,1 °C. In den Wüsten des Landesinneren können im Sommer Extremwerte von 50 °C überschritten werden.

Die durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge beträgt in Teheran 246 Millimeter und in Ābādān 204 Millimeter. Niederschlagsreichstes Gebiet im Iran ist die Tieflandregion am Kaspischen Meer. Sie verzeichnet Jahresniederschläge zwischen 1 000 und 2 000 Millimetern.

2.4

Flora und Fauna

Nur 6,7 Prozent (2005) der gesamten Landesfläche des Iran sind bewaldet. Aufgrund der Niederschlagsverteilung sind Wüsten und Halbwüsten vorherrschend. In ariden Bereichen der Hochebenen dominieren Sträucher und Kakteen, in semiariden Regionen gibt es Grasland, das als Viehweide genutzt wird. Das Zagrosgebirge ist teilweise von Wald bedeckt. Verbreitete Baumarten sind Eichen, Ulmen, Pistazien und Walnussbäume. An den Hängen auf der Seeseite des Elbursgebirges und in der Küstenebene am Kaspischen Meer wächst üppige Vegetation mit Laubbäumen wie Eschen, Ulmen, Eichen und Buchen.

Im Iran leben die Großraubtiere Tiger, Leopard, Braunbär, Wolf, Goldschakal und Streifenhyäne; kleinere Raubtiere sind Rotfuchs, Dachs, Honigdachs, Fischotter sowie Stein- und Baummarder. Zur Paarhuferfauna gehören Damhirsch, Rothirsch und Reh; weitere bemerkenswerte Säuger sind Bezoarziegen und Weißschwanz-Stachelschweine. Die Greifvogelfauna ist u. a. durch Adler (Fisch-, Kaiser-, Habichts-, Zwerg- und Schlangenadler) und Geier (Mönchs-, Schmutz- und Gänsegeier) repräsentiert. Pelikane, Flamingos und Löffler brüten an der Küste des Persischen Golfes. Im Kaspischen Meer leben die durch Überfischung gravierend im Bestand zurückgegangenen Störe.

3

Bevölkerung

Nahezu die Hälfte (46 Prozent) der Bevölkerung sind Perser und stammen von dem indogermanischen Volksstamm ab, der das Territorium – von Zentralasien kommend – im 2. Jahrtausend v. Chr. besiedelte. Die übrige Bevölkerung setzt sich zusammen aus Aserbaidschanern (17 Prozent), Kurden (9 Prozent) und Angehörigen anderer Volksgruppen wie Gilaki, Luren, Mandäern, Baluchen, Arabern und Bachtiaren.

In den randlichen Gebieten des Landes ist der Anteil an Angehörigen ethnischer Minderheiten hoch; einigen dieser Volksgruppen wurde ein gewisser Autonomiestatus eingeräumt. Dazu gehören die Baluchen im Südosten, die Turkmenen im Nordosten, die Aserbaidschaner im Nordwesten und die Kurden im Westen. Die Araber leben vor allem im Südwesten des Landes.

Die Einwohnerzahl beträgt rund 65,9 Millionen (2008). Die Bevölkerungsdichte liegt bei 40 Einwohnern pro Quadratkilometer; die Bevölkerungsschwerpunkte liegen überwiegend in den nördlichen und westlichen Landesteilen. Mittlerweile leben 68 Prozent der Bevölkerung in Städten. Der jährliche Bevölkerungszuwachs liegt bei etwa 3,4 Prozent.

3.1

Wichtige Städte

Die Hauptstadt Teheran hat 6,76 Millionen Einwohner (2006). Zu den wichtigsten Städten nach Teheran zählen Meschhed (2,93 Millionen Einwohner), Handelszentrum für Getreide und wichtiger Verkehrsknotenpunkt im Nordosten des Landes, und Isfahan (1 Millionen Einwohner), eine bedeutende Industrie- und Handelsstadt im Westen, die vor allem für ihre großartigen Bauwerke berühmt ist.

3.2

Sprache

Die Amtssprache ist Neupersisch (Farsi), eine Sprache, die zum indoiranischen Zweig der indogermanischen Sprachfamilie gehört. Farsi stammt aus Mittelpersien (siehe persische Sprache) und wird mit den Zeichen des arabischen Alphabets geschrieben (siehe arabische Sprache). Es gibt viele Lehnwörter aus dem Arabischen. Zu den verbreitetsten Minderheitensprachen gehören Turkmenisch, Aserbaidschanisch, Kurdisch, Luri und Arabisch.

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