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IranEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Obwohl ein Großteil der Landesfläche agrarwirtschaftlich genutzt wird – immerhin 36 Prozent der Gesamtlandesfläche –, sind die Hauptstützen der iranischen Wirtschaft Erdöl und Erdgas. Die großen Einnahmen aus der Erdölförderung führten in den späten sechziger und siebziger Jahren zu einem rapiden Wirtschaftswachstum. Die Wachstumsrate ging jedoch nach dem Regierungswechsel 1979 stark zurück, da sich ausländische Investoren zurückzogen. Der Iran ist nach Saudi-Arabien der zweitgrößte Erdölexporteur der Welt. Das Bruttoinlandsprodukt beträgt 217 898 Millionen US-Dollar (2006). 25 Prozent der Erwerbstätigen sind in der Landwirtschaft beschäftigt, 30 Prozent arbeiten in der Industrie. Die Arbeitslosenrate beträgt mehr als 25 Prozent.
Bei einer Bodenreform, die in den fünfziger Jahren begonnen wurde, wurden etwa 800 000 Hektar Land unter den Bauern neu verteilt. Der größte Teil der landwirtschaftlich nutzbaren Fläche liegt im Norden, Süden und Westen. Wichtigste Anbauprodukte sind Weizen, Kartoffeln, Gerste, Weintrauben und Reis. Andere wichtige Erzeugnisse sind Zuckerrüben, Zuckerrohr, Mais, Hülsenfrüchte, Zitrusfrüchte, Tabak, Tee, Speiseöl und Pistazien. An Nutztieren gibt es vor allem Schafe, Ziegen, Rinder, Esel und Hühner.
Die Forstwirtschaft hat sich während der vergangenen Jahre gut entwickelt. Der Fischfang spielt für die iranische Wirtschaft ebenfalls eine wichtige Rolle. Am Persischen Golf und am Kaspischen Meer werden Forellen, Karpfen, Störe, Lachse, Weißfische und Heringe gefangen.
Die wichtigsten Bodenschätze des Landes sind Erdöl und Erdgas. Die Ölfelder in der südwestlichen Region Khusistan am Persischen Golf zählen zu den größten der Welt. Ähnliches gilt für die Erdgasvorkommen. Nach UN-Schätzungen verfügt der Iran über 16 Prozent der Weltreserven (etwa 100 Milliarden Barrel). 2003 wurden weitere Erdölreserven in Höhe von etwa 38 Milliarden Barrel in der Provinz Būshehr am Persischen Golf geortet. Die Ölindustrie wurde 1951 verstaatlicht, und seit Mitte der achtziger Jahre wird die Ölförderung durch ein Erdölministerium kontrolliert. Die Fördermenge beträgt etwa 2,5 Millionen Barrel pro Tag. Neben Erdöl und Erdgas gibt es im Iran auch große Vorkommen an Eisen- und Kupfererz sowie Steinkohle. Weitere Lagerstätten verschiedener Erze sind bislang noch kaum erschlossen.
Die Industrialisierung wurde in den siebziger Jahren weit vorangetrieben. Die wichtigsten Bereiche sind Petrochemie, Textilindustrie (insbesondere Baumwolle und Wolle aus der Region Isfahan, Wolle aus Tabrīz und Seide aus der Region Masenderan sowie Teppiche), Nahrungsmittel-, Elektro-, Stahl- und Kraftfahrzeugindustrie. Eine der größten Erdölraffinerien der Welt bei Ābādān wurde im 1. Golfkrieg beschädigt.
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