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Irak

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3

Bevölkerung

Die Einwohnerzahl des Landes beträgt 28,2 Millionen (2008). Die Bevölkerungsdichte liegt bei 65 Einwohnern pro Quadratkilometer (2008), wobei Ballungsräumen wie Bagdad weite, unbewohnte Landstriche gegenüberstehen. Am dichtesten besiedelt sind die Ufergebiete der großen Flüsse. Die Wachstumsrate der Bevölkerung liegt bei 2,56 Prozent im Jahr (2008). Die mittlere Lebenserwartung beträgt für Männer 68,3 Jahre und für Frauen 71 Jahre (2008).

Etwa 75 Prozent der Einwohner des Irak sind Araber. Die im Bergland des Nordirak wohnenden Kurden machen etwa 20 Prozent der Gesamtbevölkerung aus. Kleinere Volksgruppen sind Turkmenen, Perser und Assyrer. In den ländlichen Gegenden des Landes leben die Menschen noch vielfach in Sippenverbänden und führen ein Nomaden- oder Halbnomadenleben.

3.1

Wichtige Städte

Etwa 70 Prozent der Einwohner leben in Städten. In der Hauptstadt Bagdad leben 5,62 Millionen Menschen. Weitere große Städte sind die Hafenstadt Basra (406 000 Einwohner) und Mosul (2,55 Millionen Einwohner), ein Zentrum der Erdölindustrie.

3.2

Sprache

Die Amtssprache ist Arabisch, das von etwa 75 Prozent der Bevölkerung gesprochen wird. Die im Norden des Landes lebenden Kurden sprechen Kurdisch. Minderheitensprachen sind u. a. Farsi (Persisch), Aserbaidschanisch und Armenisch.

3.3

Religion

Etwa 95 Prozent der Iraker sind Muslime (60 Prozent Schiiten, 35 Prozent Sunniten). Die Schiiten leben vorwiegend im Mittel- und Südirak, die meisten Sunniten im Norden des Landes. Einige der heiligen Stätten der Schiiten, insbesondere Nedjef und Kerbela, liegen im Irak. Außerdem leben im Land einige christliche Religionsgemeinschaften (u. a. Nestorianer, Jakobiten und Chaldäer), die Glaubensgruppe der nördlich von Mosul ansässigen Jesiden sowie eine kleine jüdische Gemeinde (in Bagdad).

3.3. 1

Feiertage

Im Januar begehen die Iraker Neujahr (1. Januar) und den Tag der Armee (6. Januar). Am 8. Februar feiern sie den Putsch von 1963. Der 14. Juli ist der Jahrestag der Revolution. An diesem Tag des Jahres 1958 kam es zum Sturz der Monarchie und zur Ausrufung der Republik. Der 17. Juli erinnert an die Revolution im Jahr 1968. Die muslimischen Feiertage in Irak richten sich nach dem Mondkalender. Zu ihnen gehören Id al-Fitr am Ende des Fastenmonats Ramadan und Id al-Adha, das Opferfest. Dieses Fest findet zu Ehren Abrahams statt, der bereit war, Allah seinen Sohn zu opfern. Auch der heilige islamische Neujahrstag im ersten Monat des neuen Jahres sowie Aschura, einer der höchsten schiitischen Feiertage am 10. Tag des ersten Monats, und der Geburtstag Mohammeds sind staatliche Feiertage.

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