Auswahl der Encarta-Redaktion
Gute Bücher zum Thema "Irak", ausgewählt von den Encarta-Redakteuren.
Verwandte Elemente
Daten und Fakten
Suche in Encarta
In Encarta suchen nach Irak

Windows Live® Suchergebnisse

Alle Suchergebnisse anzeigen:
Windows Live® Suchergebnisse
Seite 5 von 8

Irak

Enzyklopädieartikel
Multimedia
Irak: BildergalerieIrak: Bildergalerie
Artikelgliederung
6.5

Energie

98 Prozent der benötigten Elektrizität werden in Wärmekraftwerken erzeugt. An den Hauptflüssen Euphrat und Tigris wurden mehrere Wasserkraftwerke errichtet.

7

Geschichte

Das Gebiet des heutigen Irak entspricht etwa dem ehemaligen Mesopotamien, das eine ganze Reihe von Hochkulturen hervorbrachte. Die älteste, uns heute bekannte Hochkultur bestand im Reich der Sumerer und entwickelte sich wahrscheinlich im 4. Jahrtausend v. Chr. Ihre Blütezeit erreichte sie unter der 3. Dynastie von Ur gegen Ende des 3. Jahrtausends v. Chr. Anschließend folgten Zeiten der Vorherrschaft von Babylonien und Assyrien. Nach der 539 v. Chr. erfolgten Eroberung durch Kyros den Großen von Persien blieb das Gebiet bis zur Besetzung durch Alexander den Großen 331 v. Chr. unter persischer Herrschaft. Nach Alexanders Tod regierte die Seleukiden-Dynastie für etwa 200 Jahre in Mesopotamien. Anschließend folgte eine lange Zeit der Herrschaft weiterer persischer Dynastien (Arsakiden, Sassaniden), bis die muslimischen Araber im 7. Jahrhundert n. Chr. das Gebiet einnahmen. Von 750 bis 1258, unter dem Kalifat der Abbasiden, war Bagdad Hauptstadt der islamischen Kultur. Nach der Plünderung Bagdads durch die Mongolen 1258 und weiteren Überfällen des mongolischen Eroberers Timur-i Läng (Tamerlan) in den folgenden Jahrzehnten wetteiferten türkische und persische Herrscher um die Vorherrschaft, bis schließlich das Osmanische Reich im 17. Jahrhundert die Kontrolle übernahm.

7.1

Türkische Vorherrschaft

Seit der 1534 erfolgten Eroberung des Gebiets hatten die Türken mehrere Jahrhunderte lang einheimische Herrscher zur Ausübung der Verwaltungsfunktionen eingesetzt. Bis 1831 wurden diese jedoch durch türkische Herrscher ersetzt, und die in die drei Verwaltungsbezirke Mosul, Bagdad und Basra unterteilte Provinz Irak kam direkt unter türkische Verwaltung.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts zeigten Großbritannien und Deutschland starkes Interesse an dem Gebiet um Euphrat und Tigris. Die Briten sahen hier die Möglichkeit eines direkten Landweges nach Indien und gründeten 1861 eine Dampfschiffgesellschaft für die Navigation auf dem Tigris bis zum Hafen von Basra. Unterdessen plante Deutschland den Bau einer Eisenbahnlinie in den Mittleren Osten („von Berlin nach Bagdad”) und erhielt gegen den Einwand der Briten eine Genehmigung für den Eisenbahnbau bis zum Persischen Golf. Trotz dieser diplomatischen Niederlage gelang es der britischen Regierung, ihre Position durch Protektoratsabkommen mit ansässigen arabischen Führern zu festigen.

Nachdem das Osmanische Reich als Verbündeter des Deutschen Reiches in den 1. Weltkrieg (1914-1918) eingetreten war, drangen britische Streitkräfte im November 1914 nach Mesopotamien vor. Im März 1917 besetzten die Briten Bagdad, und im Oktober 1918 war Mesopotamien vollständig unter britischer Militärkontrolle.

7.2

Das britische Mandat

Um sich die Unterstützung der Araber bei einem militärischen Aufstand gegen das Osmanische Reich zu sichern, hatte die britische Regierung zu Beginn des Krieges einer Gruppe arabischer Führer für den Fall einer erfolgreichen Revolte die Unabhängigkeit ihrer Länder versprochen. Im Juni 1916 kam es zu einem von Faisal al-Husein (später Faisal I., erster König des Irak) angeführten Aufstand. Unter der Führung des britischen Generals Edmund Allenby und nach dem taktischen Konzept des britischen Oberst T. E. Lawrence erzielten die arabischen und britischen Streitkräfte Erfolge gegen die osmanischen Truppen, und es gelang ihnen, das arabische Gebiet von der osmanischen Herrschaft zu befreien. 1918 wurde ein Waffenstillstand vereinbart, und die britische und französische Regierung erklärten gemeinsam ihre Absicht, die Errichtung unabhängiger arabischer Nationen in den vormals von Osmanen kontrollierten arabischen Gebieten zu unterstützen.

1920 erhielt Großbritannien vom Völkerbund das Mandat über den Irak und plante für den neuen Staat eine provisorische Regierung. Ein britischer Hochkommissar sollte der von einem arabischen Ministerrat geleiteten Regierung des Königreiches vorstehen. Faisal wurde aufgefordert, Führer der neuen Nation zu werden. Im August 1921 wurde Faisal bei einem Volksentscheid mit 96 Prozent der abgegebenen Stimmen zum König des Irak gewählt.

7.3

Die Monarchie

König Faisal forderte offiziell die Überführung des britischen Mandats in einen Bündnisvertrag. Daraufhin wurde im Juni 1922 zwischen Großbritannien und dem Irak ein Bündnis- und Schutzvertrag unterzeichnet.

Im Frühjahr 1924 wurde eine konstituierende Versammlung einberufen, und im März 1925 wurden die ersten Parlamentswahlen abgehalten. Im Oktober 1932 trat der Irak dem Völkerbund bei. König Faisal I. starb 1933; Nachfolger wurde sein Sohn, König Ghasi I.

Zurück
| | | | | | |
Nächste
In diesem Artikel suchen
Druckerfreundliche Version der Seite
Versenden




© 2008 Microsoft