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Windows Live® Suchergebnisse NacktsamerEnzyklopädieartikel
Nacktsamer, wissenschaftlich Gymnospermae oder Gymnospermen (griechisch gymnos: nackt; sperma: Samen), alle samenbildenden Gefäßpflanzen, deren Samenanlagen nicht wie bei den Bedecktsamern von einem Fruchtblatt unter Bildung eines Fruchtknotens umschlossen sind (siehe Blüten), sondern die frei auf dem Fruchtblatt bzw. der Fruchtschuppe liegen. Es gibt 70 Gattungen mit insgesamt etwa 600 Arten lebender Nacktsamer; die gesamte Gruppe ist damit kleiner als viele Familien der Bedecktsamer. Innerhalb der Nacktsamer unterscheidet man Palmfarne, Ginkgos, Koniferen und Eiben als die wichtigsten Taxa. Weitere kleine Gruppen sind die Gnetatae (hierzu gehören u. a. Ephedra und die in der Namib vorkommende Welwitschia) und die ausgestorbenen Samenfarne oder Farnsamer. Nacktsamer sind holzige Pflanzen, überwiegend Sträucher oder Bäume, seltener Kletterpflanzen wie manche Gnetatae. Auch Nacktsamer bilden Blüten, doch sind sie deutlich anders gestaltet als die der Bedecktsamer, deren Blüten man üblicherweise sofort als solche erkennt. Bei den Nacktsamern sind die Blütenorgane in den meisten Fällen zu zapfenartigen Gebilden angeordnet. Sie sind überwiegend eingeschlechtig, doch kommen auch zwittrige Blüten vor. Zu den Nacktsamern gehören die ältesten bekannten Samenpflanzen, erste fossile Funde stammen bereits aus dem oberen Devon. Vorfahren der Nacktsamer waren vermutlich Farne. Die heute noch existierenden Nacktsamer kommen weltweit vor. Die größte Gruppe bilden die Koniferen, die vorwiegend in gemäßigten und subarktischen Regionen verbreitet sind und gebietsweise die dortige Vegetation beherrschen, etwa in Form der borealen Nadelwälder. Palmfarne und Gnetatae dagegen haben ihren Verbreitungsschwerpunkt in den Tropen und Subtropen.
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