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    Unter Gustav Mahlers Leitung gelangte das Hamburger Stadt-Theater an die Spitze aller deutschen Opernhäuser, und in der Hansestadt vollendete er die im Finale mit der Kirche St.

  • Gustav Mahler – Wikipedia

    Gustav Mahler (* 7. Juli 1860 in Kalischt, Böhmen; † 18. Mai 1911 in Wien) war ein österreichischer Komponist im Übergang von der Spätromantik zur Moderne.

  • Biographie: Gustav Mahler, 1860-1911

    1860-1911 Gustav Mahler Komponist, Dirigent 1860 7. Juli: Gustav Mahler wird als Sohn des Gastwirts Bernhard Mahler und dessen Frau Maria (geb.

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Gustav Mahler

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Artikelgliederung
1

Einleitung

Gustav Mahler (1860-1911), österreichischer Komponist und Dirigent. Seine Kompositionen markieren den Höhepunkt in der spätromantischen Entwicklung der Sinfonie und hatten bedeutenden Einfluss auf die Komponisten des 20. Jahrhunderts, insbesondere auf die Vertreter der Zweiten Wiener Schule.

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Leben

Mahler wurde am 7. Juli 1860 in Kalischt (Böhmen, heute Kaliště, Tschechische Republik) geboren. Nach dem Gymnasium in Iglau wurde er 1875 am Wiener Konservatorium aufgenommen, wo er Klavier bei Julius Epstein, Harmonielehre bei Robert Fuchs und Komposition bei Franz Krenn studierte. Von 1877 bis 1880 studierte Mahler auch Geschichte und Philosophie an der Universität Wien; daneben nahm er Privatstunden in Komposition bei Anton Bruckner. Seine erste Stellung als Dirigent erhielt Mahler in Hall (1880), es folgten Engagements in Laibach (1881), Olmütz (1882), Wien (1883) und Kassel (1883-1885). 1885 wurde Mahler unter Anton Seidl zum Zweiten Kapellmeister am Deutschen Landestheater in Prag berufen, wo er mehrere Aufführungen von Wagner-Opern leitete. In gleicher Position arbeitete er von 1886 bis 1888 in Leipzig unter Arthur Nikisch, den er ein halbes Jahr als Operndirektor vertrat. 1888 kam die Berufung nach Budapest als Direktor an die Königliche Oper. Aber schon 1891 löste Mahler seinen Zehnjahresvertrag und ging als Erster Kapellmeister an die Hamburger Oper, wo er sieben Jahre lang blieb. Daneben trat er 1897 als Gastdirigent auf einer großen Tournee durch Polen und Russland in Erscheinung.

1897 erhielt Mahler das exzellente Angebot, die Wiener Hofoper als Musikdirektor zu übernehmen. Allerdings verhinderten antisemitische Vorbehalte, dass er diese Stelle sofort antreten konnte (kaiserliche Berufungen wurden nicht an Personen jüdischer Abstammung ausgesprochen); daher arbeitete Mahler zunächst als Kapellmeister an der Wiener Hofoper. Nach seinem Übertritt zum Katholizismus 1897 erhielt er sofort den Rang des Operndirektors und blieb in dieser Stellung zehn Jahre lang bis 1907. Mit fast uneingeschränkter Macht konnte Mahler über große finanzielle Mittel verfügen und entwickelte sich zur unumstrittenen Führungspersönlichkeit an der Wiener Hofoper. Unter seiner Leitung wurden musikalische Glanzleistungen geboten; Mahler übernahm nicht nur die musikalische Führung, sondern bestimmte auch Bühnenbild und Inszenierung. Mahlers Tätigkeit gilt als Höhepunkt des Wiener Musiklebens zu dieser Zeit und verschaffte der Wiener Oper Weltruf.

1898 übernahm Mahler in der Nachfolge von Hans Richter zusätzlich auch die Leitung der Philharmonischen Konzerte. Sein autokratischer Stil bei Dirigaten sowie seine häufigen und weitgehenden Änderungen in der Orchestrierung von Werken, z. B. bei den Sinfonien von Ludwig van Beethoven, Robert Schumann und Anton Bruckner, blieben nicht ohne Widerspruch. Die zahlreichen Konzerttermine und das Engagement an der Oper ließen Mahler kaum noch Zeit zum Komponieren, meist war er nur noch während der Ferien im Sommer produktiv. 1901 legte er die Leitung der Philharmonischen Konzerte nieder, 1907 dann die gesamte Leitung der Wiener Hofoper. 1902 heiratete er Alma Maria Schindler, mit der er zwei Töchter hatte. Mahler hatte in seiner Dirigentenkarriere alles erreicht, was in Europa möglich war, deshalb akzeptierte er 1907 das Angebot der Metropolitan Opera in New York als Principal Conductor und gab im Januar 1908 sein Debüt in den USA mit Wagners Tristan und Isolde. 1909 übernahm er zusätzlich die Leitung der New York Philharmonic Society als Appointed Conductor. Mahler hatte außerordentlichen Erfolg in New York, seine Konzerte waren sehr beliebt, die Kritiker feierten seine Leistungen. Eine schwere Herzerkrankung zwang ihn jedoch, beide Posten niederzulegen, und er kehrte nach Wien zurück. Mahler starb am 18. Mai 1911 in Wien.

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Wirkung als Dirigent

Mit seiner Arbeit als Dirigent prägte Mahler eine ganze Generation von nachfolgenden Kapellmeistern, u. a. Willem Mengelberg, Bruno Walter und Otto Klemperer. Mahlers Klarheit und Strenge bei der Interpretation, seine Orchesterdisziplin, seine konzentrierte Probenarbeit mit Sängern und Chor waren beeindruckend. Er erreichte eine neue, gesteigerte Einheit der Inszenierung mit den Elementen musikalische Interpretation, Dekoration und szenische Präsentation. Hieraus resultieren auch einige Bearbeitungen von Opern zur Steigerung der Bühnenwirksamkeit, darunter Die drei Pintos, Euryanthe und Oberon von Carl Maria von Weber sowie Die Hochzeit des Figaro von Wolfgang Amadeus Mozart.

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Lieder

Mahlers kompositorisches Schaffen konzentriert sich ausschließlich auf die Gattungen Sinfonie und Lied. Bei seinen Liedkompositionen knüpfte er musikalisch vor allem an Franz Schubert an. Als Vorlage verwendete er bis 1899 Texte aus der Sammlung Des Knaben Wunderhorn von Achim von Arnim und Clemens Brentano, danach vertonte er zahlreiche Gedichte von Friedrich Rückert. Charakteristisch ist bei diesen Liedern die volksliedhafte Schlichtheit der Melodie, die mit einer höchst differenzierten, komplexen Struktur des musikalischen Satzes einhergeht. Viele Lieder liegen in zwei Fassungen vor: einmal mit Klavier- und einmal mit Orchesterbegleitung. Zu den bedeutenden Liedsammlungen Mahlers gehören u. a. Lieder und Gesänge aus der Jugendzeit (1880-1891), Lieder eines fahrenden Gesellen (1883-1885), Des Knaben Wunderhorn (1892-1901), 5 Lieder nach Gedichten von Rückert (1901-1903) sowie die Kindertotenlieder (1901-1904). Bei der Komposition Das klagende Lied (1878-1880, zweite Fassung 1896-1898) handelt es sich um eine Kantate.

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