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Windows Live® Suchergebnisse AtacamaEnzyklopädieartikel
Atacama, Wüstenregion im Norden Chiles, die sich über eine Fläche von 363 000 Quadratkilometern erstreckt und als trockenstes Gebiet der Welt gilt. Die Atacama grenzt im Westen an ein Küstengebirge und im Osten an die Anden. Der Mangel an Niederschlag wird im Wesentlichen durch den Humboldtstrom verursacht, der kaltes Wasser aus der Antarktis in Richtung Äquator führt. An der Westküste Südamerikas bewirkt kaltes Auftriebswasser Nebelbildung, die der Küstenwüste nur selten Niederschlag zukommen lässt. Die Vegetation der Atacama ist wegen der spärlichen Niederschläge und der hohen Temperaturen bis auf wenige bewässerte Oasen ausgesprochen karg. Die Atacama verfügt über umfangreiche Lagerstätten von Bodenschätzen, vor allem von Salpeter sowie Silber- und Kupfererz. Ende des 19. Jahrhunderts kam es zwischen Chile auf der einen sowie Bolivien und Peru auf der anderen Seite wegen der Salpetervorkommen zu Auseinandersetzungen (siehe Salpeterkrieg). Vor allem die Förderung von Salpeter prägte die Region nachhaltig. In der Umgebung der Bergwerke entstanden ausgedehnte Fabrikstädte, in denen sich Arbeiter aus allen Teilen Südamerikas ansiedelten und eine eigene Kultur entwickelten. Erst mit der kostengünstigeren Gewinnung von künstlichem Salpeter ging die Bedeutung des Bergbaus ab Mitte des 20. Jahrhunderts zurück. 2005 wurden die beiden Salpeterwerke Humberstone und Santa Laura als Denkmäler der Industriegeschichte von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. 1998 ging in der Atacama das größte und leistungsfähigste Radioteleskop der Welt in Betrieb (ALMA, Atacama Large Millimeter Array).
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