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GottEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Einleitung; Philosophische und religiöse Ansätze; Grundlegende Merkmale; Judentum, Christentum und Islam; Asiatische und andere Religionen
Da der Buddhismus weder die Vorstellung eines persönlichen Gottes noch die eines Schöpfers kennt, wird er als atheistisch angesehen. Die letzte, absolute Wirklichkeit bzw. das göttliche Wesen ist gleichbedeutend mit der kosmischen Ordnung. Die griechische Religion des Altertums kannte eine ähnliche Vorstellung, der zufolge das kosmische Schicksal über den höchsten Göttern stand. Im Mahayana-Buddhismus werden Buddha und die Bodhisattvas als kosmische Wesen verehrt. Auch die chinesische Philosophie fasst das göttliche Wesen als kosmische Ordnung auf: Im Taoismus ist es gleichbedeutend mit dem Gesetz des Universums, während es im Konfuzianismus dem Sittengesetz entspricht.
Im Polytheismus gibt es viele verschiedene Gottheiten, wobei jede bestimmte göttliche Eigenschaften aufweist oder für einen bestimmten Aspekt der Natur oder einen Lebensbereich zuständig ist. Der Polytheismus war im Altertum die am weitesten verbreitete Form der Religion und war insbesondere in Ägypten, Mesopotamien, Griechenland und Rom verbreitet. Er hatte seine Wurzeln vermutlich im Animismus, dem Glauben an eine Vielzahl spiritueller Kräfte, die gutartig oder feindlich sein konnten (siehe Glaube, Gottesbeweis, Atheismus, Religion).
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