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Ramakrishna

Enzyklopädieartikel

Ramakrishna (1834-86), einer der drei führenden Persönlichkeiten der Hindu-Renaissance im 19. Jahrhundert, neben seinem Schüler Vivekananda und Dayanand Sarasvati, dem Begründer der hinduistischen Reformbewegung Arjasamadsch. Ramakrishna wurde in Bengalen, Indien, als Sohn eines mittellosen, strenggläubigen Brahmanen unter dem Namen Gadadhara Chatterji geboren. 1855 wurde er Priester eines Tempels bei Kalkutta, der der Göttin Kali gewidmet war. Ramakrishna entwickelte eine leidenschaftliche Verehrung für Kali, die Mutter der Welt, wodurch er häufig in einen Trancezustand (Samadhi) versetzt wurde. Mit 25 wurde er gezwungen, eine Kindsbraut zu heiraten, woraufhin er sie und den Tempel verließ und zwölf Jahre lang zurückgezogen in einem Wald lebte. Er gelangte zu der Erkenntnis, die Einheit mit dem Brahmanen erreicht zu haben. Im Alter von 37 Jahren war er für seine Heiligkeit und sein Mitgefühl bereits bekannt. Seine Frau schloss sich ihm als eine der seinen an, da sie, wie viele andere auch, in ihm eine Inkarnation Vishnus sah. Seit 1872 lebte er in Kalkutta, wo er sowohl an den Methoden des Islam wie auch an jenen des Christentums ein reges Interesse entwickelte. Sein Tempel wurde gleichermaßen von Hindus, Muslimen und Christen besucht. Ramakrishna starb 1886 an einem Krebsleiden und hinterließ eine große Anhängerschaft, die sein Werk weiterführen sollte.

Siehe auch Hinduismus

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