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Windows Live® Suchergebnisse KolophoniumEnzyklopädieartikel
Kolophonium (auch Terpentinharz, Geigenharz), natürliches, rot bis braun gefärbtes Harz, das durch Destillation aus dem Rohharz von Koniferen (Nadelhölzer) gewonnen wird. Das Produkt aus Terpentinöl nennt man Balsamharz, während Kolophonium, das sich durch Extraktion der Wurzelstöcke gewinnen lässt, als Wurzelharz bezeichnet wird. Der dritte Kolophoniumtyp ist das so genannte Tallharz. Dabei handelt es sich um den Rückstand, den man bei der Destillation von Tallöl erhält. Tallöl wird bei der Erzeugung von Sulfatzellstoff durch Behandlung von harzreichen Holzarten wie z. B. Fichte oder Kiefer gewonnen. Kolophonium ist löslich in Kohlenwasserstoffen, Estern, Ether und anderen organischen Lösungsmitteln – dagegen ist es nicht löslich in Wasser. Bei Temperaturen von ungefähr 70 bis 80 °C wird das Harz weich. Es besteht in erster Linie aus einem Gemisch von Harzsäuren (etwa 90 Prozent) – bei den restlichen zehn Prozent handelt es sich um neutrale Stoffe wie z. B. Kohlenwasserstoffe. Den Hauptanteil der Harzsäuren machen ungesättigte Carbonsäuren (z. B. Abietinsäure) aus. Natürliches Kolophonium wird heutzutage nur noch in geringerem Umfang zur Herstellung von Lacken, Druckfarben und als Ausgangsprodukt für Alkydharze eingesetzt. Darüber hinaus behandelt man damit auch die Bögen von Streichinstrumenten.
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