![]() |
Windows Live® Suchergebnisse
Windows Live® Suchergebnisse JenaEnzyklopädieartikel
Jena, kreisfreie Stadt in Thüringen, in einem Talkessel der mittleren Saale. Jena ist Sitz der von Carl Zeiss gegründeten optischen Werkstätten. Das 1846 gegründete Optik- und Feinmechanikunternehmen mit Weltruf wurde 1991 in mehrere Nachfolgeunternehmen (u. a. Jenoptik) aufgegliedert. Neben feinmechanisch-optischen Produkten werden in der Stadt Glaswaren sowie chemische und pharmazeutische Erzeugnisse hergestellt. Seit der Wiedervereinigung Deutschlands haben die Industriebetriebe der Stadt aber stark an Bedeutung verloren. Wichtigster Arbeitgeber ist heute die ursprünglich 1548 von Johann Friedrich I als Akademisches Gymnasium gegründete Friedrich-Schiller-Universität. Zwischen 1758 und 1828 lehrten hier u. a. die Philosophen Johann Gottlieb Fichte, Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Friedrich Wilhelm Joseph von Schelling, der Dichter Friedrich von Schiller und der Schriftsteller August Wilhelm von Schlegel. Das 120 Meter hohe ehemalige Universitätshochhaus (1972) ist das Wahrzeichen der Stadt; seit dem 1998 abgeschlossenen Umzug der Universität auf das Gelände des früheren Zeiss-Hauptwerkes dient das Hochhaus als Bürogebäude. Die Innenstadt Jenas wurde im 2. Weltkrieg weitgehend zerstört. Einziges erhaltenes städtebauliches Ensemble der Altstadt ist der Marktplatz. Die spätgotische Pfarrkirche Sankt Michael stammt noch aus dem 15. Jahrhundert. Nördlich der Stadt befindet sich der Schauplatz der Doppelschlacht von Jena und Auerstedt, in der Napoleon I. 1806 über die Preußen siegte. Im 9. Jahrhundert wurde erstmals eine Siedlung Jani am linken Saaleufer erwähnt. Im 13. Jahrhundert erhielt Jena die Stadtrechte. Entscheidend für die weitere Entwicklung der Stadt war die Gründung der Universität 1548. Die 1815 gegründete Jenaische Burschenschaft wurde Keimzelle der deutschen Burschenschaften. Die Einwohnerzahl beträgt etwa 102 000.
© 1993-2008 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
© 2008 Microsoft
![]() ![]() |