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    Bisotun, auch Bisutun, Behistan, Behistun, persisch: Götterstätte, Kalksteinmassiv mit Reliefs und Inschriften aus vor allem achaimenidischer,

  • Behistun-Inschrift – Wikipedia

    ... Meidān-e Emām von Isfahan  | Archäologische Stätte Takht-i Suleiman  | Pasargadae  | Zitadelle von Bam  | Soltanije mit Oljaytu-Mausoleum  | Felsenrelief von Bisotun

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Bisotun

Enzyklopädieartikel

Bisotun, auch Bisutun, Behistan, Behistun, (persisch: Götterstätte), Kalksteinmassiv mit Reliefs und Inschriften aus vor allem achaimenidischer, parthischer und hellenistischer Zeit, im Zagrosgebirge im Westen des Iran etwa 30 Kilometer östlich von Kermanschah gelegen.

Historisch und sprachgeschichtlich am bedeutendsten sind Relief und Inschrift, die der persische König Dareios I. (522-486 v. Chr.) anbringen ließ. Im Zentrum steht ein überlebensgroßes Relief des Königs selbst, zu seinen Füßen neun gefesselte Aufständische und über ihm eine als Sonne stilisierte Gottheit. Um das Relief herum ist in parallelen Kolumnen eine Inschrift in drei Sprachen – Elamisch, Babylonisch und Altpersisch – angeordnet, die die Genealogie und die Eroberungszüge des Dareios erzählt, darunter vor allem seinen Sieg über den Usurpator Gaumata und seine anschließende Thronbesteigung. Der dreisprachige Text erwies sich im 19. Jahrhundert als der entscheidende Schlüssel zur Entzifferung der babylonischen Keilschrift und lieferte zudem wichtige Erkenntnisse über andere altorientalische Sprachen und die Geschichte der Region. Von Seleukiden und Parthern wurden später weitere Reliefs hinzugefügt. Deutsche Grabungen in den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts konnten unterhalb des Reliefs einen Kultplatz und eine Stadt nachweisen, die bis ins 3. Jahrhundert n. Chr. bestanden. 2006 wurde Bisotun in die Liste des UNESCO Weltkulturerbes aufgenommen.

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