Auswahl der Encarta-Redaktion
Gute Bücher zum Thema "Hafen", ausgewählt von den Encarta-Redakteuren.
Verwandte Elemente
Suche in Encarta
In Encarta suchen nach Hafen

Windows Live® Suchergebnisse

  • Hafen Hamburg - Home

    Mit Statistiken, News, Hafenplan und Webcams über die Terminals und die Mitgliedsunternehmen, dazu Schiffsabfahrten und Wetter, Frachtenbörse, ein Shop und eine Jobbörse.

  • Hafen – Wikipedia

    Ein Hafen ist ein natürlich oder als Hafenanlage künstlich geschützter Uferbereich für die Schifffahrt, meist durch ein System von Hafenbecken, Anlegestellen, Kais, Hafenmauern ...

  • LHG: Unternehmen / Willkommen

    Abfahrten im Lübecker Hafen. Die aktuellen Lübecker Hafennachrichten mit Schiffsabfahrten als PDF zum Download

Alle Suchergebnisse anzeigen:
Windows Live® Suchergebnisse

Hafen

Enzyklopädieartikel
Multimedia
DunbarDunbar
Artikelgliederung
1

Einleitung

Hafen, natürliches oder künstliches, gegen Seegang und Wind geschütztes Becken mit Anker- oder Anlegeplatz für Schiffe. Nach den Lageverhältnissen, der Verkehrsbedeutung und der wirtschaftlichen Bedeutung unterscheidet man verschiedene Arten von Häfen: Schutzhäfen, Handelshäfen und Marinehäfen. Ein Schutzhafen bietet Schiffen vorübergehend Schutz bei Stürmen. Handelshäfen sind mit Anlagen ausgerüstet, die zum Be- und Entladen von Schiffen, für den Güterumschlag sowie für Schiffsreparaturen erforderlich sind. Marinehäfen besitzen zudem Gebäude und Ausrüstung für die Lagerung und den Transport von Munition. Große und bedeutende Häfen wie z. B. der Hamburger Hafen oder der Hafen von Portsmouth in England sind sowohl Handels- als auch Marinehäfen.

Nach der Art der Schutzeinrichtungen unterscheidet man natürliche Häfen wie Flußmündungen und Buchten von künstlichen Häfen, die vollständig durch künstliche Bauwerke geschützt sind und sich an Stellen befinden, die keinen natürlichen Schutz bieten.

2

Natürliche Häfen

Die meisten natürlichen Häfen sind durch Ausheben von Kanälen weitgehend ausgebaut worden, so daß auch Schiffe mit großem Tiefgang einfahren können. Der Hamburger Hafen, der durch das breite Stromtal der Elbe natürlich begünstigt ist, wurde auf diese Weise ausgebaut. Zur Ergänzung des Umschlags wurden zahlreiche Binnenhäfen angelegt. Der Hamburger Hafen bildet heute den größten Seehafen Deutschlands und steht in Europa an vierter Stelle. Der Hafen von New York ist ebenfalls ein Beispiel für einen ursprünglich natürlichen Hafen. Bis 1885 war die natürliche Fahrrinne durch die Hafeneinfahrt mit einer Tiefe von sieben Metern für die Schifffahrt ausreichend. Durch den Bau größerer Schiffe mußte die Fahrrinne vertieft werden und im Nordosten der natürlichen Hafeneinfahrt ein künstlicher Hafeneingang, der Ambrose-Kanal, geschaffen werden. In beiden Fahrrinnen wird durch regelmäßiges Ausbaggern eine Wassertiefe von zwölf Metern erhalten. Weitere bedeutende natürliche Häfen sind die von San Francisco und Boston (Vereinigte Staaten), Southampton und Poole (England), Rio de Janeiro (Brasilien), Kingston (Jamaika), Sydney (Australien), Hongkong und Bombay.

3

Künstliche Häfen

An Küsten, die keinen natürlichen Schutz bieten, werden durch den Bau von Wellenbrechern künstliche Buchten angelegt. Die Form dieser Häfen ist sehr unterschiedlich, alle besitzen jedoch mindestens zwei Wellenbrecher, zwischen denen sich die Hafeneinfahrt befindet. Einer der größten künstlichen Häfen ist der von Buffalo (New York) am Eriesee. Andere bedeutende Häfen dieser Art sind Marseille, Port Said, Casablanca, Neapel und Triest.

4

Geschichte

Die ältesten bekannten künstlichen Hafenanlagen wurden um 2000 v. Chr. von den Minoern auf Kreta gebaut, wobei das Alter unter Archäologen umstritten ist. Im 13. Jahrhundert v. Chr. legten die Phönizier bei Byblos, Tyrus und Sidon die ersten künstlichen Häfen an. Unter der Herrschaft der Römer wurden viele Häfen rund ums Mittelmeer errichtet, von denen viele der Versandung erlagen, einige, wie Rhodos und Marseille, ihren Einfluß jedoch behielten.

Die Hafenbaukunst wurde im Mittelalter wieder belebt, als die wirtschaftliche Bedeutung des Seehandels zunahm. Einen technischen und wirtschaftlichen Neubeginn leiteten die Errichtung der Häfen von Venedig und Genua ein, von denen heute noch Teile der ursprünglichen Anlagen erhalten sind. Frankreich folgte dem Beispiel Italiens und errichtete die Häfen von Le Havre, Dieppe und Dunkerque. Die ersten Häfen in Großbritannien wurden 1250 bei Hartlepool (England) und 1394 bei Arbroath (Schottland) gebaut.

In diesem Artikel suchen
Druckerfreundliche Version der Seite
Versenden




© 2008 Microsoft