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DevisenEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Die Kursbewegungen am Devisenmarkt eröffnen die Möglichkeit zur Devisenspekulation, also der Ausnutzung erwarteter Kursveränderungen. Devisenspekulation ist wie jedes andere Spekulationsgeschäft mit Risiken verbunden. Die einfachste Form der Devisenspekulation ist der Ankauf von Devisen in der Erwartung, dass der Kurs der Fremdwährung steigt, so dass man mit Gewinn verkaufen kann. Mit Transaktionen, die zur Absicherung gegen negative Kursentwicklungen geeignet sind – wie Devisentermingeschäften (siehe oben) und Optionsgeschäften –, kann gleichermaßen auf steigende und fallende Kurse spekuliert werden. Devisenspekulation kann Kursschwankungen abschwächen oder verstärken, im zweiten Fall also zur Destabilisierung einer oder mehrerer Währungen führen. Ein Beispiel hierfür ist die „Wette” des amerikanischen Spekulanten George Soros gegen das britische Pfund im September 1992: Die Währung verlor deutlich an Wert und schied schließlich aus dem Europäischen Währungssystem aus.
Ein freier oder flexibler Devisen- oder Wechselkurs wird durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Das freie Schwanken (Floating) kann zu erheblichen Kursänderungen führen, mit oft unerwünschten Folgen: Ein niedriger Außenwert der eigenen Währung reduziert die Kaufkraft im Ausland und verteuert Importe, eine starke Währung dagegen erschwert Exporte. Starke Schwankungen belasten den Welthandel mit großen Währungsrisiken und fördern die Devisenspekulation. Um Kursschwankungen auszugleichen oder zumindest innerhalb eines festgelegten Rahmens zu halten, kann die Zentralbank Devisen kaufen oder verkaufen. Siehe auch Wechselkurs; Europäischer Wechselkursmechanismus; Devisenbewirtschaftung
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