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Windows Live® Suchergebnisse Frederik Willem de KlerkEnzyklopädieartikel
Frederik Willem de Klerk (*1936), Politiker und Präsident von Südafrika (1989-1994), leitete den Abbau der Apartheidgesetze ein, erhielt 1993 gemeinsam mit Nelson Mandela den Friedensnobelpreis. De Klerk wurde in Johannesburg geboren. 1958 schloss er sein Jurastudium ab und war anschließend als Rechtsanwalt tätig. 1972 wurde er als Vertreter der National Party (NP) ins Parlament gewählt. Nachdem Präsident Pieter Willem Botha im August 1989 zurückgetreten war, übernahm de Klerk das Präsidentenamt. 1990 hob er das Verbot des African National Congress (ANC) sowie anderer oppositioneller Organisationen auf. De Klerk verfügte die Freilassung politischer Gefangener, darunter ANC-Führer Nelson Mandela (seit Anfang der sechziger Jahre inhaftiert) und ebnete dadurch den Weg für die Demokratisierung des Landes. Unter de Klerk setzte die Regierung 1992 die letzten Apartheidgesetze außer Kraft. Im März bekräftigten mehr als zwei Drittel der weißen Wähler sein Vorhaben, eine neue Verfassung zu verabschieden und der schwarzen Bevölkerung politische Rechte einzuräumen. 1994 wurden in Südafrika die ersten Wahlen unter Beteiligung der gesamten Bevölkerung abgehalten, aus denen Mandela als klarer Sieger hervorging. Er war der erste schwarze Präsident Südafrikas. De Klerk blieb als Vizepräsident bis zum In-Kraft-Treten der neuen Verfassung in der Regierung. Im Mai 1996 zog sich de Klerk aus der Regierung zurück, um die National Party in die Opposition zu führen. Sein Ziel war es, dadurch mehr politisches Profil zu gewinnen, was ihm allerdings nicht gelang. Mehrere NP-Politiker traten aus der Partei aus, darunter auch der ehemals als Kronprinz de Klerks gehandelte Rolf Meyer. 1997 wurde de Klerk von der Wahrheitskommission, die Menschenrechtsverletzungen aus der Zeit der Apartheid untersucht, öffentlich getadelt. Obwohl er es war, der im Alleingang gegen die Rassentrennung der NP gekämpft hatte, fehlte ihm der Mut, sich gegen die Vorwürfe der Kommission zu wehren. Er stellte lediglich fest, nichts von den Morden der Geheimpolizei gewusst zu haben. Am 26. August 1997 trat er endgültig von seinem Amt als Vorsitzender der NP zurück.
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