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Windows Live® Suchergebnisse UnpaarhuferEnzyklopädieartikel
Unpaarhufer, Ordnung der Säugetiere, zu denen die Pferde, Tapire und Nashörner gehören. Im Gegensatz zu den Paarhufern sind Unpaarhufer in der Regel durch eine ungerade Anzahl von Zehen mit starker Verlängerung der Mittelzehe gekennzeichnet. Die seitlichen Strahlen sind mehr oder weniger stark rückgebildet. Beispielsweise sind bei den Tapiren an der Vorderextremität vier und an der Hinterextremität drei Zehen entwickelt. Bei den Pferden ist nur noch der mittlere Strahl erhalten. Unpaarhufer traten erstmals zu Beginn des Eozäns (vor etwa 55 Millionen Jahren) in Nordamerika auf und entfalteten sich im Lauf der Evolution zu einer dominierenden Gruppe. Im Oligozän (vor etwa 35 bis 23 Millionen Jahren) lebten die nordamerikanischen Titanotherien mit einer Widerristhöhe von 2,5 Metern. Durch zahlreiche Fossilfunde lässt sich die Evolution der Unpaarhufer relativ gut nachvollziehen. Die stammesgeschichtliche Entwicklung des Pferdes von einem hundsgroßen Tier mit vier Zehen zu dem heute lebenden, schnell galoppierenden Pferd, das nur mit einer Zehe auftritt, stellt ein Paradebeispiel paläontologischer Evolutionsforschung dar und verdeutlicht die Spezialisationsentwicklung im Lauf der Evolution. Neben der Reduktion der fünfstrahligen Extremität kam es auch zu Veränderungen der Oberflächenstruktur an den Zähnen. Das Gebiss zeigt die Entwicklungsreihe von unspezialisierten Allesfressern über Laubfressende zu spezialisierten Grasfressern, die sich nur von bestimmten Pflanzenarten ernähren. Heute leben nur noch 17 Arten der Unpaarhufer. Systematische Einordnung: Unpaarhufer bilden die Ordnung Perissodactyla. Pferde bilden die Familie Equidae, Tapire bilden die Familie Tapiridae und Nashörner die Familie Rhinocerotidae.
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