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Heinrich Himmler

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Heinrich HimmlerHeinrich Himmler
Artikelgliederung
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Einleitung

Heinrich Himmler (1900-1945), deutscher NS-Politiker, Reichsführer SS (1936-1945) und einer der Hauptverantwortlichen für den Holocaust.

Himmler wurde am 7. Oktober 1900 in München geboren. 1923 nahm er als Mitglied eines rechtsradikalen Wehrverbandes am gescheiterten Hitler-Putsch teil, 1925 trat er in die NSDAP ein, war von 1926 bis 1930 stellvertretender Propagandachef der Partei und wurde im Januar 1929 zum „Reichsführer SS” ernannt. In der Folge baute er die SS zu einer effizienten innerparteilichen Polizeitruppe aus. Seine oberste Maxime bei der Personalauswahl und -führung waren seine irrationalen rassistischen Vorstellungen, die schließlich den Geist der SS bestimmten.

1933 wurde Himmler Polizeipräsident von München, organisierte die Politische Polizei in Bayern und suchte, zusammen mit Reinhard Heydrich, die Kontrolle über die Polizei in ganz Deutschland zu gewinnen. Im April 1934 ernannte Hermann Göring Himmler zum stellvertretenden Leiter der preußischen Gestapo, deren Leiter Heydrich wurde. Am 30. Juni/1. Juli 1934 war Himmler maßgeblich an der Ermordung prominenter SA-Mitglieder nach dem so genannten Röhm-Putsch beteiligt.

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Reichsführer SS

Im Anschluss an den Putsch erreichte Himmler, dass die SS aus der SA herausgelöst und zu einer selbständigen Organisation innerhalb der NSDAP wurde. Aufgabe der SS bzw. deren Totenkopfverbänden war nun u. a. die Organisation und Bewachung der von Heydrich seit 1933 aufgebauten Konzentrationslager, über die Himmler somit ebenfalls die Kontrolle erlangte. 1936 wurde Himmler Reichsführer SS und Chef der Polizei und konnte nun die beiden Sicherheitsapparate, den staatlichen und den der Partei, zusammenführen und so ein umfassendes Überwachungs- und Terrorsystem errichten.

Nach Ausbruch des 2. Weltkrieges operierte Himmlers Waffen-SS als selbständige Truppe, teils neben, teils unabhängig von der Wehrmacht. Als „Reichskommissar für die Festigung des deutschen Volkstums” seit Oktober 1939 war Himmler verantwortlich für die „Germanisierung” der eroberten Gebiete im Osten, d. h. für die Ansiedelung von „Volksdeutschen” in diesen Gebieten und die Umsiedlung der ansässigen, nichtdeutschen Bevölkerung sowie für die Errichtung von Konzentrationslagern in den eroberten Gebieten und den Massenmord an den europäischen Juden. 1943 ernannte ihn Hitler zum Innenminister und 1944, nach dem gescheiterten Attentat vom 20. Juli, zum Oberbefehlshaber des Ersatzheeres und zum Chef der Heeresrüstung. In der Endphase des Krieges mobilisierte Himmler mit dem Volkssturm noch die letzten Reserven.

Als sich die deutsche Niederlage deutlich abzeichnete, versuchte er seine Mitschuld im nationalsozialistischen Terrorapparat herunterzuspielen, indem er z. B. gegen Kriegsende Judentransporte ins sichere Ausland umleitete; und am 23. April 1945 nahm er mit den Alliierten Kapitulationsverhandlungen auf, weshalb ihn Hitler noch am 29. April aus der Partei ausschloss und ihn aller Ämter enthob. Kurz nach seiner Verhaftung durch die Briten beging Himmler am 23. Mai 1945 in Lüneburg Selbstmord.

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