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Windows Live® Suchergebnisse SalzpflanzenEnzyklopädieartikel
Salzpflanzen oder Halophyten, salztolerante Pflanzen. Diese Bezeichnung erhielten die Pflanzen von dem amerikanischen Geologen Oscar E. Meinzer (1876-1948). Im Allgemeinen ist ihr Vorkommen auf Gebiete beschränkt, die sich durch einen relativ hohen Salzgehalt (vor allem Kochsalz) von mehr als 0,5 Prozent auszeichnen. Typische Standorte von Halophyten finden sich u. a. an Meeresküsten, in Salzmarschen und in Mangrovensümpfen. Man unterscheidet obligate Halophyten, die ausschließlich auf salzbeeinflussten Böden vorkommen, von fakultativen Halophyten. Diese können im Gegensatz zu anderen Pflanzen an salzreichen Standorten gedeihen, ohne letztere zu bevorzugen. Im Allgemeinen sind Salzpflanzen sukkulent (dickfleischig) und besitzen graugrünes Blattwerk. Die erhebliche Salztoleranz dieser Pflanzen beruht auf speziellen morphologischen und physiologischen Anpassungen. Eine verbreitete Eigenschaft besteht darin, Salz durch spezielle Blattdrüsen auszuscheiden. Manche Arten speichern das Salz in ihren fleischig verdickten Blättern und Stängeln, die am Ende der Wachstumsperiode abgeworfen werden. Eine typische Salzpflanzengattung ist die Melde (Atriplex), deren Arten weltweit in Wüsten und Halbwüsten verbreitet sind. Eine bekannte Salzpflanze unserer Küsten ist der Gemeine Queller (Salicornia europaea).
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