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Gänse

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RingelgansRingelgans

Gänse, Unterfamilie der Entenvögel mit 29 Arten, die größten Vögel dieser Unterfamilie sind die Schwäne. Bei Gänsen sind Männchen und Weibchen gleich gefärbt – vor allem graubraun oder schwarzweiß –, auch die Rufe sind gleich. Gänse ernähren sich vor allem an Land von Pflanzen, die sie mit ihrem Schnabel abrupfen. Sie fliegen häufig in Keilform oder linienförmig.

Die Echten Gänse umfassen zwei Gattungen. Sie leben auf der nördlichen Hemisphäre und brüten in arktischen oder gemäßigten Gebieten der Erde. Die meisten Arten ziehen im Winter in südlicher gelegene Überwinterungsgebiete, einige können aber auch in nördlichen Gebieten wie Neuengland und Alaska überwintern. In Nordamerika ist die mit einer Körperlänge bis 1,1 Meter relativ große Kanadagans weit verbreitet. Sie ist in Großbritannien und Skandinavien erfolgreich eingebürgert worden und erscheint im Winter auch an der deutschen Nordseeküste. Ihr Brutgebiet reicht von den arktischen Regionen Kanadas und Alaskas bis in die Prärien der USA. Es gibt je nach Unterart entsprechend der geographischen Verbreitung Abweichungen in Größe und Farbe. Alle haben jedoch einen schwarzen Schwanz, Hals und Kopf mit einem weißen Wangenfleck. Der Rumpf ist braun gefärbt.

Kleiner als die Kanadagans ist die stockentengroße Ringelgans. Sie brütet in den arktischen Regionen der Erde und überwintert in großer Zahl an den europäischen Küsten, auch im deutschen Wattenmeer ist sie häufig anzutreffen. Die weiß gefärbte, 78 Zentimeter große Schneegans und die kleinere Zwergschneegans brüten ebenfalls in arktischen Regionen Nordamerikas und Nordostsibiriens. Die seltenere blaugraue Form der Schneegans wurde lange Zeit für eine eigene Art gehalten. Die 70 Zentimeter große Weißwangengans, die einen weißen Vorderkopf sowie einen schwarzen Schnabel und Hals besitzt, brütet im hohen Norden von Europa und Russland. Der Wappenvogel Hawaiis, die Hawaiigans, wurde durch Zucht in Gefangenschaft vor dem Aussterben bewahrt. Sie ist auf Hawaii endemisch.

Zu den Echten Gänsen Eurasiens gehört die bis 90 Zentimeter große Graugans, die Stammform der meisten Hausgänse. Sie brütet als einzige Wildgans auch in Deutschland – vorzugsweise auf (Halb-)Inseln an Stränden und Seen. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Mittel- und Nordeuropa bis Asien. Graugänse leben in Einehe und bebrüten vier bis neun Eier. Die Art wurde durch den Verhaltensforscher Konrad Lorenz bekannt.

Hausgänse sind vor allem als Ei- und Fleischproduzenten von wirtschaftlicher Bedeutung (siehe Geflügelhaltung). Zudem dienen Gänse zur Herstellung von Gänseleberpastete. Hierzu wird die Leber der Tiere durch Überfütterung und Bewegungsentzug abnorm vergrößert. Diese Stopfmast ist Tierquälerei und in Deutschland verboten. Wirtschaftliche Bedeutung hat die Hausgans auch wegen ihrer Daunen, die bei der Herstellung von Kissen, Winterkleidung und Schlafsäcken Verwendung finden.

Systematische Einordnung: Gänse bilden die Unterfamilie Anserinae der Familie Anatidae in der Ordnung Anseriformes. Echte Gänse bilden die Gattungen Anser und Branta. Die wissenschaftliche Bezeichnung der Kanadagans lautet Branta canadensis und die der Ringelgans Branta bernicla. Die Schneegans heißt Anser caerulescens und die Zwergschneegans Anser rossii. Die Weißwangengans wird wissenschaftlich als Branta leucopsis, die Hawaiigans als Branta sandvicensis und die Graugans als Anser anser bezeichnet.

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